PfD

HOHER FLÄMING

Partnerschaft für Demokratie

Projekte 2022

Du hast den Hut auf!

in Kooperation von Partnerschaft für Demokratie (PfD) Hoher Fläming und
Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Fläming-Havel

Das Jugendbeteiligungsprojekt „Du hast den Hut auf!“ wird auch im Jahr 2022 fortgeführt. Wie in den Vorjahren können dank der Kooperation mit der LAG „Fläming Havel“ erneut investive Mittel aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds beantragt werden.

Damit sind kleinteilige Investitionen wie kleinere Baumaßnahmen und größere Anschaffungen möglich, die zum Beispiel für die Renovierung von Räumen oder Treffpunkten genutzt werden können. Der notwendige Eigenanteil der investiven Förderung in Höhe von 20 Prozent soll mit einer Eigenleistung in Form von eigener Mitarbeit am Projekt erbracht werden. Diese Projekte können als Aktion unter dem Motto „Macht Euer großes Ding!“ realisiert werden.

Auch dank dieser Kooperation mit der LAG Fläming-Havel konnten wir den Bekanntheitsgrad des Kinder- und Jugendbeteiligungsfonds „Du hast den Hut auf!“ steigern und somit junge Menschen vermehrt zu gelebter Demokratie, Partizipation und Eigenengagement in ihrer Region anregen. Dies sind wesentliche Ziele der PfD Hoher Fläming und der LAG Fläming-Havel.

Die „Partnerschaft für Demokratie Hoher Fläming“ arbeitet bereits seit 2015 aktiv an Kinder- und Jugendbeteiligung. Der Maßnahmenplan des Jugendbeteiligungsfonds „Du hast den Hut auf!“ diente ab 2016 dem Neustart unserer Anstrengungen in Sachen Kinder- und Jugendbeteiligung. Dazu wurden wir vom Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und vom Landkreis Potsdam-Mittelmark auch für das Jahr 2022 mit insgesamt 12.000 € ausgestattet.

Kinder und Jugendliche im Alter von 0 bis 27 Jahren können auf unserer Homepage unkompliziert Gelder und Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Projektideen – Fördertopf A im Bereich Kultur, Sport und Bildung – im Hohen Fläming beantragen.

Unser Ziel ist es, auf diesem Wege die niedrigschwellige, aber aktive Beteiligung von Kindern und Jugendlichen auf lokaler Ebene zu fördern.
Parallel dazu wurden lokale Initiativen von Kindern und Jugendlichen in Zusammenarbeit mit Schulsozialarbeiter/innen, Jugendkoordinator/innen und den Aktiven in den Familienzentren angeschoben und bestehende Initiativen in den Gemeinden und Städten unterstützt. Ab 2018 gingen wir mit „Du hast den Hut auf!“ noch einen Schritt weiter und riefen gemeinsam mit der LAG Fläming-Havel – die die Projektmittel aus dem LEADER-Fonds bereitstellt – zur aktiven Beteiligung der Kids auf. Das Besondere hierbei ist, dass die LAG Investitionen, kleinere Baumaßnahmen oder Renovierungen, zum Beispiel in Jugendräumen oder für Sportvereine, unter Hinzuziehung eines selbstorganisierten Arbeitseinsatzes als Eigenanteil im Fördertopf B mit bis zu 15.000 € jährlich fördern kann. Unseren Ansatz und die Kooperation mit der LAG Fläming-Havel haben wir auch 2022 weiter verfolgt.

Insgesamt 28 Kinder- und Jugendprojekte haben sich im Jahr 2022 für eine Förderung beworben: Für den Fördertopf A lagen 19 Projektideen vor, von denen 13 Projekte mit dem Budget des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ finanziert werden konnten. Für den Fördertopf B gab es neun Projektideen, von denen vier Projekte mit dem Budget der LAG Fläming-Havel finanziert wurden.

Die Jugendlichen und Kinder stimmen bei den halbjährlichen „Tagen der Entscheidung“ direktdemokratisch und auf digitalem Wege darüber ab, welche Projekte finanziell gefördert werden sollen.

Gefördert werden konnte durch „DhdHa!“ zum Beispiel ein Filmprojekt über Kinderrechte von den Hortkindern in Niemegk, die Öffentlichkeitsarbeit der „Music Angels“ – die Mädchenband ist bei verschiedenen Veranstaltungen und sozialen Einrichtungen in Treuenbrietzen aufgetreten – sowie zwei Mottopartys von Jugendlichen in Ragösen, die sich nach der Pandemie wieder über gemeinsame Zeit gefreut haben.

Pfeil weiterMehr Info: https://duhastdenhutauf.de

Projektzeitraum: 01.01.2022 – 31.03.2022

Öffentlichkeitstopf

Der Öffentlichkeitstopf ist eine wichtige Einrichtung der PfD Hoher Fläming zur Finanzierung von Öffentlichkeitsmaßnahmen und auch Kleinveranstaltungen aller Art, die zur Vernetzung und zum Austausch dienen. Wichtig hierbei ist, dass auch diese Kosten im Begleitausschuss via Antrag diskutiert und bewilligt werden, sodass hier Transparenz innerhalb der PfD hergestellt wird.

Im Jahr 2022 gab es wieder v.a. Öffentlichkeitsarbeit für den Jugendfonds. Diese bestand v.a. aus Werbung bei Instagram und Facebook sowie Flyern und Plakaten.

Wir haben für die „restliche“ PfD in diesem Jahr nichts Neues entwickelt, da wir noch aus dem großen Fundus der Materialien aus dem Jahr 2020 schöpfen. Die Arbeit im ÖA-Topf wurde insbesondere vom Angriffskrieg in der Ukraine geprägt, denn es gibt zahlreiche Veranstaltungen Dritter dazu, die die PfD aus dem Kleinveranstaltungstopf Ko-finanziert hat. 

Es sind weitere kleinere Kostenpunkte für diverse Anlässe abgerechnet worden, v.a. für die Vorbereitungsveranstaltungen zur Mitmachkonferenz „Fläming Aktiv – gemeinsam gestalten“, den Aktionstagen zu „Brandenburg zeigt Haltung“, dem lebendigen Adventskalender 2022 und eine Diskussionsveranstaltung im Rahmen der internationalen Wochen gegen Rassimus.

Hinzu kommt punktuelle Unterstützung der „Sozialen Stadt“ in der Klinke 1 mit größeren Anschaffungen wie einem Flyerständer. Pfeil weiterhttps://soziale-stadt-klinkengrund.de

Im Jahr 2023 wurde ein Budget für die soziale Stadt eingeräumt. Sehr wichtig war auch wieder, dass die PfD einen Stundenanteil für Öffentlichkeitsarbeit eingeräumt wurde, der bei der Verantwortlichen für Jugendbeteiligung, Nora Görisch, lag, so dass diese professioneller gemacht werden konnte. Wichtig und erfolgreich ist auch wie immer das Coaching der PfD, welches wieder duch Norbert Poppe realisiert wurde. Da es weiniger Coachingtermine gab, wurde weitere Fortbildungen in dem Topf abgerechnet wie z.B. ein Filmworkshop für Fachkräfte, wo diese lernten mit ihrer Streaming-Technik umzugehen. Auch einige kleinere Fortbildungen wie z.B. „Moderation von großen Gruppen“ sind dort enthalten.

Projektzeitraum: 01.01.2022 – 31.12.2022

Sprachmittlung Dari für die Migrationssozialarbeit

In der Sprachmittlung handelt es sich um Übersetzungsleistungen für afghanische und iranische Migrant_innen, die bei Ärzten, Schulen, Kindergärten oder Ämtern vorstellig werden und dabei von einer Übersetzerin sprachlich unterstützt werden, so dass beide beteiligten Seiten einen hohen Nutzen davon haben. Die Sozialarbeiter_innen verabreden Termine mit der Sprachmittlung telefonisch oder per Mail.

Die Sprachmittlung kommt zu der Zielgruppe in die Wohnung oder zu dem genannten Termin. Dies kann ein Zahnarztbesuch, ein Treffen in der Schule oder ein Besuch auf dem Sozialamt sein. Für diesen Termin findet die Übersetzung statt. Anwesend ist neben Klient_in und Sprachmittlung auch der/die Sozialarbeiter_in.

Nach der Übersetzungsleistung werden alle Beteiligten gebrieft, was jeweils besprochen wurde. Anschließend fährt die Sprachmittlung zum nächsten Übersetzungstermin. Einige Termine fanden nur telefonisch statt, sodass die/der Sprachmittler_in die Übersetzungsleistung flexibel vom jeweiligen Standort leisten kann. Die Klient_innen erhalten Hilfestellung, fühlen sich gehört und verstanden und können damit konstruktive Lösungen im Alltag finden.

Die Behörden, Ärzte und Schulen können den Geflüchteten adäquat Unterstützung geben – insbesondere in komplizierten Situationen, etwa beim Gynäkologen, im Krankenhaus oder im Schulkontext.

Projektzeitraum: 01.01.2022 – 31.03.2022

Begegnungssprache Deutsch für Zugewanderte – Grundlagen der deutschen Sprache

Orientierungs- und Vernetzungskurs

Die Gruppe besteht aus vier Ehepaaren und einer Frau aus Kroatien. Die Mehrheit der Teilnehmer ist Anfänger, daher war es notwendig, bei null anzufangen und die geeignete Methode zu wählen, um in den Deutschunterricht einzusteigen. In meiner Heimat unterrichtete ich zwölf Jahre an einer Grundschule. Diese Voraussetzung macht es mir einfacher, den Teilnehmern eine neue Sprache beibringen zu können, zu wissen, was sie berücksichtigen sollen und welche Grundlagen sie kennen müssten.

Wir haben neben dem Lernen des Öfteren gemeinsam syrisch gegessen und gekocht. Dazu luden wir Lehrer/innen der Grundschule in Brück und auch Bewohner des Ortes ein. Sowohl deutsche als auch ukrainische Einwohner folgten unserer Einladung, und so kamen alle miteinander ins Gespräch und wir konnten die interkulturelle Kommunikation stärken.

An unseren gemeinsamen Sonntagen, einmal im Monat, sprachen wir außerdem über Regeln, Kulturelles und viele alltägliche Dinge, wie zum Beispiel Pünktlichkeit, Verspätungen bei Arztterminen, die Mülltrennung oder das Wetter. Wir lernten zudem die Notrufnummern und wie wichtig diese sind.

Projektzeitraum: 01.01.2022 – 31.12.2022

Philosophischer Gesprächskreis 2022

Unter der Leitung von Dr. Douwe Rosenberg fand unser Philosophischer Gesprächskreis an jedem 4. Donnerstag im Monat von 18 – 20 Uhr statt.

Wir beschäftigten uns mit der größten Herausforderung des 21. Jahrhunderts „Der Ethik des Klimawandels“. Fachleute und spannende Gäste bereichern die Abende so, dass eine kritische Auseinandersetzung stattfinden kann.

Im Rahmen des Philosophischen Gesprächskreises fand am 28. April außerdem eine Diskussionsveranstaltung zum Thema „Ethik und (Klima) Wandel“ mit besonderen Gästen statt:

Martin Gorholt, Vorsitzender der Medienanstalt Berlin-Brandenburg, ehem. Chef der Staatskanzlei des Landes Brandenburg,
Barbara Ral, ehemals Klimaschutzmanagerin PM,
Matthias Schimanowski, Bürgermeister Brück,
Jörg Tremmel, Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen.

Diese Veranstaltung wurde sehr gut angenommen. Eineinhalb Stunden wurde so diskutiert in der Alten Brücker Post. Natürlich wurde an diesem Abend im Planestädtchen Brück nichts gelöst. Aber das Engagement, mit dem alle bei der Sache waren, zeigte doch, wie wichtig es ist, darüber sprechen zu können. Die Teilnehmer fühlten sich jedenfalls sichtbar besser, der vielleicht größten Katastrophe der Menschheit nicht allein gegenüberzustehen. Und möglicherweise bewirkt genau dieses miteinander sprechen den entscheidenden Kick, der die Wende bringt. Umrandet wurde diese veranstaltung noch mit Jazz-Musik.

Es spielte das Quartett: Tanja Becker (Posaune), Corinna Reich (Gesang, Klavier), Steve Nanda (Schlagzeug) und Franzi Aller (Kontrabass).

Projektzeitraum: 01.01.2022 – 31.12.2022

Erforschung und Dokumentation der Situation der in Brück und Umgebung untergebrachten französischen Zwangsarbeiter während des 2. Weltkrieges

Im Rahmen eines Forschungsprojekts wurde eine Broschüre über französische Kriegsgefangene in Brück erstellt. Die Broschüre sollte die Geschichte der Kriegsgefangenen und ihre Lebensbedingungen in Brück während des Zweiten Weltkriegs dokumentieren. Das Projekt wurde von einer Gruppe engagierter Historiker und andere Aktive in einer Arbeitsgruppe geleitet, die umfassende Recherchen zu diesem Thema durchgeführt haben.

Die Aktiven sammelten Informationen aus verschiedenen Quellen, darunter Archivdokumente, Zeitungsartikel und Interviews mit Überlebenden. Sie werteten diese Informationen aus und erstellten eine umfangreiche Zusammenstellung, die die Geschichte der französischen Kriegsgefangenen in Brück detailliert darstellte.

Nach Abschluss der Recherchen wurde das Layout für die Broschüre erstellt. Dabei wurde besonderer Wert auf eine ansprechende Gestaltung gelegt, um das Interesse der Leser zu wecken und die Geschichte der Kriegsgefangenen zugänglicher zu machen.

Leider konnte die Broschüre aufgrund von Materialmangel in der Druckerei nicht gedruckt werden. Trotzdem wird das Projekt fortgesetzt und die Broschüre soll in naher Zukunft gedruckt werden. Hierzu ist ggf. eien weiterer Antrag geplant. Das Ziel ist es, die Geschichte der französischen Kriegsgefangenen in Brück zu bewahren und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Broschüre soll dazu beitragen, das Bewusstsein für die Ereignisse in Brück während des Zweiten Weltkriegs zu sensibilisieren und den Menschen ein zugänglicheres Verständnis für die Geschichte und die Kultur Frankreichs zu vermitteln.

Insgesamt war die Erstellung der Broschüre ein umfangreiches und anspruchsvolles Projekt, das durch die umfassenden Recherchen, die Gestaltung und die Aufbereitung des Materials viel Zeit und Energie in Anspruch nahm. Dieses Projektarbeit war es wert, um die Geschichte der französischen Kriegsgefangenen in Brück und Umland zu dokumentieren und der Nachwelt zu erhalten.

Projektzeitraum: 01.01.2022 – 31.12.2022

Internationale Wochen gegen Rassismus 2022

Im Hohen Fläming fanden im Jahr 2022 die internationalen Wochen gegen Rassismus statt, die von verschiedenen Organisationen und Einrichtungen initiiert wurden.

Insgesamt wurden 13 Projekte gefördert, die dazu beitrugen, Bewusstsein und Verständnis für die Problematik von Rassismus zu schaffen und konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um diesem Phänomen entgegenzuwirken. Einige der geförderten Projekte waren beispielsweise Workshops und Seminaren, die sich an Kinder, Schüler:innen aber auch Fachkräfte richteten und sich mit der Bedeutung von Rassismus und Diskriminierung auseinandersetzten.

Dabei wurden auch konkrete Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt, wie man gegen Rassismus vorgehen und sich solidarisch zeigen kann. Auch kulturelle Veranstaltungen, wie Ausstellungen, Kunstaktionen, die Erstellung eines Podcasts und Konzerte fanden im Rahmen der internationalen Wochen gegen Rassismus statt. Diese boten eine Plattform, um über das Thema Rassismus zu sprechen und verschiedene Perspektiven und Erfahrungen zu teilen.

Neben den geförderten Projekten gab es auch weitere Initiativen, die ohne finanzielle Unterstützung umgesetzt wurden. Hierzu zählten unter anderem Lesungen für Kinder in der Bibliothek in Wiesenburg oder Filmabende, die sich mit der Wirkung von Rassismus auf Betroffene beschäftigten. Nicht Gegenstand der Förderung, aber im Rahmen der Aktionswochen durchgeführt, dass die Aktionswochen von der „Bänderaktion“ begleitet wurde. Bei dieser Aktion haben teilnehmende Einrichtungen bunte Stoff-Bänder an ihren Immobilen befestigt, um ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen.

Projektzeitraum: 01.03.2022 – 30.04.2022

Einzelne Projekte

Film „Die Abenteuer der kleinen Giraffe Zarafa“

Film zum Thema Ausgrenzung „Der zehnjährige August“

Mosaik IKTB Wiesenburg

Ausflug nach Berlin (Kuppeln)

Wir Kinder der Welt Wiesenburg

Ohren auf für Kinderrechte (Treuenbrietzen)

Wir alle – Schatzkiste Johanniter

Projekttag zur Aktionswoche

Junge Mütter & Rassismus – Wir e.V.

Elternabend Dippmansdorf

Workshops für Schulklassen Niemegk

Musik aus aller Welt mit Kindern und Eltern (AWO)

Fotografieren der Hände in mit AWO Niemegk und Mehrgenerationenhaus Brück – auf Postkarten gedruckt

Klinke als Treffpunkt für alle etablieren, interkulturelles Essen

Belziger Forum e.V.

Solidaritätsfest Wiesenburg

Solidaritätsfest in Wiesenburg

Gemeinsam Lesen 2022

Lesevormittag

Junge Müller

Junge Mütter & Rassismus – Wir e.V.

Ich fühle mich wohl in meiner Schule

In Vorbereitung zur Umsetzung des Projektes hat die Schulsozialarbeit der Grundschule Golzow zuvor den Kontakt zum LSA e.V. aufgenommen. Hier wurde der Bedarf mit dem Angebot abgestimmt. Die Schulleitung und Schulsozialabeit haben in Kooperation zuvor den Rahmen zur Umsetzung des Projektes im Rahmen einer Projektwoche sichergestellt.

Die Organisation fand in enger Zusammenarbeit mit dem LSA e.V., der Schulleitung, der Schulsozialarbeit und den Klassenlehrerinnen statt. Die Eltern wurden über Elternbriefe und Fleyer über den Zeitrahmen und die Inhalte des Projektes informiert. Ein Elternabend war Bestandteil in der Vorbereitung und fand in der Grundschule Golzow statt.

Die Eltern gaben ein positives Feedback und hatten viele Fragen rund um die Themen Inklusion, Intergration, soziales Miteinander und die Sicherheit ihrer Kinder im Allgemeinen. Anhand des Kosten- und Finanzierungsplanes hat die Schulsozialarbeiterin einen Antrag zur Förderung des Projektes bei „Demokratie leben“ gestellt. Dieser wurde nach Vorstellung durch die Schulsozialarbeit in einem Gremium bewilligt. Zudem wurde das Projekt über den Schulförderverein und den einem Eigenanteil der Eltern finanziert. Veränderungen hinsichtlich des Antrages gab es nicht.

Um die Gleichberechtigung sozial benachteiligter Schülerinnen zu gewährleisten, wurden deren Familien die Möglichkeiten zur Zahlung der Eigenanteile aufgezeigt und bei Bedarf in der Antragstellung unterstützt.

Projektzeitraum: 01.03.2022 – 31.12.2022

Luftbild 1
Luftbild 2

RollUps für den Roederhof

Es konnten zwei großformatige RollUPs mit Luftbildern des KZ-Außenlager Roederhof angefertigt werden, die von Alliierten Fliegern angefertigt wurden.

Sie zeigen das Außenlager und die angrenzenden Lager für Zwangsarbeiter sowie die Munitionsfabrik, in der die gefangenen arbeiten mussten.

So kann man sich ein Bild davon machen, wie das Lager auch in Beziehung zur Stadt gelegen hat und es aufgebaut war, da es sonst nur grobe Lagepläne gibt. Die RollUps wurden bei der Gedenkfeier anlässlich der Befreiung des KZ-Außenlagers am 03. Mai 2022 erstmals gezeigt und danach nochmal bei der Wanderung entlang des Weges zur Munitionsfabrik am 1. September.

Die RollUps werden fortan ein fester Begleiter der Gedenkveranstaltungen und werden auch zu anderen Anlässen des Förderkreises Roederhof gezeigt.

Projektzeitraum: 01.03.2022 – 30.06.2022

Wer bist Du? – Wie lebst Du? Loewenherz im Dialog 2022

Loewenherz e.V. fokussierte sich im Jahr 2022 auf

-die Teilnahme an bestimmten Treffen zur Feststellung der individuellen Verhalten, Haltung, Einstellung Denk- bzw. Gedankenmuster und Reaktion der Organisator:innen und Teilnehmer:innen der jeweiligen Treffen auf unsere Anliegen, Positionen, Fragen und Sichtweisen.

– die Realisierung unserer Foto- und Text-Wanderausstellung vom 05.11. bis 20.11.2022 (verlängert bis zum 15.12.2022) mit den begleitenden Dialogtreffen, welche zur Informierung und Berichtung der Auswertungsergebnisse unserer Audio-Interviews an der lokalen Gesellschaft dienen

– die inhaltliche Analyse der Audio-Aufzeichnungen, das Herausarbeiten und Editieren der relevanten Aussagen der aufgezeichneten Audio-Interviews, die auch die Arbeitsgruppe des Vereins durchführt. In diesem Rahmen ist das Unternehmen (www.transkripto.de) für das Transkriptionsservice beauftragt, ein Drittel unserer aufgezeichneten Audio-Interviews in geschriebenen Texten zu transkribieren.

– die Führung der aktiven Dialoge u.a. über die Kohärenz zwischen Rassismus, Kolonialismus und deren Kontinuität bis in die Gegenwart und Interdependenz mit der umfassenden Staatspolitik mit seinen globalen Folgen und folglich die Forderung nach der individuellen bzw. gesellschaftlichen Verantwortung.

So sind mit Siebenunddreißig dialogbereiten Menschen mit und ohne Flucht- und Migrationsbiographie Interviews durchgeführt worden.

 

Eröffnung Löwenherz<br />

Alle den Finanzpositionen zugeordneten Vorhaben sind zielführend abgewickelt worden. Einerseits wurde somit Raum für einen lebendigen, nieveauvollen und sachorientierten Dialog zwischen Menschen in der Region geschaffen. Die intensiv geführten Diskussionen während der Ausstellungseröffnung und Dialogtreffen offenbaren den Drang und den Willen vermehrter Teilnehmer:innen, über Hindernisse, Widerstände und Verhaltensweisen der Kommunalpolitik, Verwaltung usw. gegenüber den geflüchteten Menschen zu berichten. Gibt es in den „weissen“ Mehrheitsgesell-schaften wie auch bei den Kommunalpolitiker:innen, den Verwaltungsangestellt:innen den Willen, die Bereitschaft, die offene Einstellung oder das Gedankenmuster, die Zeit zum Dialog mit den „zugewanderten“, insbesondere den „Schwarzen“ Menschen zu nehmen oder mit den gesellschaftlichen Anliegen, Probleme sich gemeinsam auseinanderzusetzen?

Andererseits bedarf es in Anbetracht der Migration, Flucht, Asyl, Zuwanderung und der Angst vieler davor, verbunden mit dem fehlenden politischen Willen zur Auseinandersetzung damit und dem um sich greifenden Rechtspopulismus unserer beständigen Präsenz im öffentlichen Raum als „Brückenbauer:innen“! In diesem Sinne plant Loewenherz e.V. auf den regionalen Veranstaltungen mit unserem Infostand, unseren Infobannern, Infomaterialien präsent zu sein, um in den offenen Dialog mit den Mitmenschen zu treten. Der anteilige Beitrag von 358,58 € zur Anschaffung des Infostandes ist von der Finanzmittel, die für die Realisierung unserer Vorhaben 2022 standen, herangezogen worden.

Hauptakteur:innen unserer Vorhaben sind Menschen mit und ohne Flucht- und Migrationsbiographien. Als Interviewpartner:innen, Teilnehmer:innen an der Organisation unserer Veranstaltungen sind auch Menschen mit Behinderungen, einschließlich Menschen mit psychischen und sozialen Belastungen, um hier eine ausgeglichene Repräsentativität der Gesellschaft zu erreichen.

Projektzeitraum: 15.01.2022 – 31.12.2022

Fläminger Mitmachkonferenz 2022

Vorbereitungstreffen wurden durchgeführt mit guter Beteiligung:

  1. Vorbereitungstreffen am 14.06.2022 in der Alten Schule Wiesenburg, Teilnehmer:innen: 11
  2. Vorbereitungstreffen am 26.08.2022 in Klinke 1, Teilnehmer:innen: 7
  3. Vorbereitungstreffen am 14.09.2022 in der Kunsthalle Wiesenburg, Teilnehmer:innen: ca. 14 Teilnehmer:innen
  4. Vorbereitungstreffen am 30.09.2022 in Kunsthalle Wiesenburg, Teilnehmer:innen: ca. 22 Teilnehmer:innen

Die Mitmachkonferenz fand am 03.10.2022 in der Kunsthalle Wiesenburg statt:
Anwesend laut Veranstaltungsdokumentation: 80 Teilnehmer:innen, Schätzung darüber, da sich nicht alle Teilnehmer:innen sich auf der ausliegenden Anwesenheitsliste eingeschrieben haben (siehe Protokoll). An diesem Tag wurden mehr als 20 Themen zur Diskussion eingebracht. Von den zahlreichen Arbeitsgruppen, die diskutierten, entstanden 13 Protokolle mit weiteren Verabredungen.

Eindrücke über die Mitmachkonferenz stehen außerdem zur Verfügung: https://www.youtube.com/watch?v=Er8o-j2g-BY
Dieses Video wurde unmittelbar aus den Projektmitteln dieses Projektes finanziert und vermittelt einen Eindruck über die Veranstaltung.

Mitmachkonferenz 2022
Mitmachkonferenz 2022
Mitmachkonferenz

Weitere Öffentlichkeitsarbeit: Die Mitmachkonferenz ebenso wie alle Vorbereitungstreffen wurden in den MAZ, BRAVO und Fläming 365 beworben. Zusätzlich wurden über Facebook Anzeigen geschaltet und in den gängigen Ortsgruppen der Region regelmäßig aktualisiert veröffentlicht. Es wurde ein Plakat für die Mitmachkonferenz gedruckt, ebenso wie Postkarten. Aushang erfolgte in allen Gemeindekästen der Umgebung und mit Hilfe der Vorbereitungsgruppe großflächig verteilt. (Plakat und Postkarte) Es besteht zusätzlich ein E-Mail-Verteiler vergangener Veranstaltungen dieser Art. Dabei wurden etwa 110 Personen per Direktmailing zu allen Veranstaltungen eingeladen.

Jugend-Initiativ-Preis und Fläming-Initiativ-Preis: Hier entstand ein Plakat, das in allen Schulen/Jugendclubs etc. ausgehängt war.
Insgesamt gingen 6 Bewerbungen für den Fläming-Initiativ-Preis ein, von denen 3 nominiert wurden. Insgesamt gingen 4 Bewerbungen für den Jugend-Initiativ-Preis ein, von denen 3 nominiert wurden. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung um das Vierfache.

Die Vorstellung der Nominierten wurde live im Fläming Kanal (auf YouTube) gestreamt. Die Vorstellungen der nominierten Projekte sind heute verfügbar unter:
https://www.youtube.com/watch?v=_Km1Mn7BysE (über 80mal aufgerufen)
https://www.youtube.com/watch?v=VH3SOnPNnzw (über 20mal aufgerufen)
https://www.youtube.com/watch?v=-jF1FRCJFsY (über 50mal aufgerufen)
https://www.youtube.com/watch?v=as-QTM9jTGI (über 40mal aufgerufen)
https://www.youtube.com/watch?v=mZFW5ol3mco (über 30mal aufgerufen)
https://www.youtube.com/watch?v=uj7JgMEzVck (über 90mal aufgerufen)

Die Abstimmung über die Preisträger:innen erfolgte persönlich und online. Der Trägerkreis der Mitmachkonferenz wertete die Veranstaltung im November aus. Dabei wurde sehr kritisch die Möglichkeit der Online-Abstimmung hinterfragt. Dies hat bei vielen Interessierten immer nur unzureichend funktioniert. Daher reichten Interessierte ihre Stimmen telefonisch nach. Wir werden im Jahr 2023 eine solche Abstimmung nicht mehr zulassen.

After-Show-Party: Der Abend ist in gemütlicher Runde und bei weiteren inspirierenden Gesprächen mit gutem Essen in Studio Wiesenburg, Mals Scheune zu Ende gegangen.

Projektzeitraum: 01.05.2022 – 31.12.2022

Postkarte Mitmachkonferenz
Postkarte Mitmachkonferenz

„Spielen – Lachen – Sachen machen“ – Ferienprogramm 2022

Ferienfreizeitgestaltung für Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 12 Jahren mit und ohne Zuwanderungshintergrund oder Behinderung, ein vielfältiges Programm mit kreativen und bewegungsorientierten Aktivitäten und einzelnen Tagesausflügen, in den Osterferien vom 12.04.-14.04.2022, Sommerferien vom 25.07.-12.08.2022, Herbstferien vom 25.10.-27.10.2022 unter dem Motto „Spielen-Lachen-Sachen machen“.

Es handelte sich um ein offenes Angebot, an dem sich auch Eltern, Großeltern, Ehrenamtliche und interessierte Menschen beteiligten. Die offenen Werkstätten mit Angeboten wie Mosaik, Filzen, Nähen oder Perlenschmuck, Zirkuswoche mit Abschlußaufführung fanden im Familienzentrum, als auch auf dem Spielplatz im Klinkengrund statt und waren immer gut besucht.

Kinder und Jugendliche hatten Gelegenheit sich in ihren Fähigkeiten auszuprobieren und zu verfeinern und wurden so in ihrerer Selbstwirksamkeit unterstützt. In einem wertschätzenden Raum konnten sie sich sowohl als Individuum, als auch als Teil einer Gruppe, erleben. Hierbei standen vor allem die soziale Interaktion von Kindern und Jugendlichen aus unterschiedlichen Lebenswelten im Fokus.

Ferienprogramm Trollberg

Gewaltfreie, offene und demokratische Kommunikation und Handlung im Miteinander wurde von allen Beteiligten erlebt.

Strukturierte Angebote, ausgewähltes pädagogisches Material und fachliche Anleitung sorgten für einen stabilen Rahmen, innerhalb diesem der Fokus auf ein gemeinsames Tun gelenkt werden konnte.

Projektzeitraum: 01.04.2022 – 31.12.2022

Kindertag Plakat 2022

Fest zum Kindertag am 1. Juni

Am 1. Juni wurde nach 2 Jahren „Corona-Pause“ wieder der Kindertag auf dem Spielplatz am Schwanenteich in Treuenbrietzen gefeiert. Das Fest sollte allen Familien mit Kindern vorrangig im Alter von 0 bis 10 Jahren des Sozialraums Treuenbrietzen zugutekommen.

Alle Attraktionen waren kostenfrei nutzbar. Durch persönliche Ansprache, Flyer in den Fächern der Kita-Kinder, Plakate bei Einzelhändlern sowie einen Facebook-Beitrag auf der Seite des Familienzentrums wurden die Besucher:innen auf das Fest aufmerksam gemacht.

Die Spiele waren leicht verständlich und einfach zu spielen, sodass weder das Alter der Kinder noch eine evtl. vorhandene Sprachbarriere eine Rolle spielten.

Organisiert wurde das Fest durch Bürgerinnen und Bürger des Sozialraums Treuenbrietzen und der AG Familie vom Aktiv für Treuenbrietzen e.V.. Unterstützend wirkten Mitarbeiterinnen des Familienzentrums Treuenbrietzen und Niemegk sowie der Schulsozialarbeit Niemegk mit.

Projektzeitraum: 25.04.2022 – 10.06.2022

Bildungsveranstaltung gegen Rassismus

Der Workshop ist für 15–20 Personen ausgelegt und wird den überwiegend weißen Teilnehmenden erfahrbar machen, wie es ist, als nicht-weißer Mensch in einer weißen Gesellschaft aufzuwachsen und zu leben. Kernpunkte des Workshops werden Alltagsrassismus, „racial profiling“ und Diversity sein. Die Teilnehmenden werden anhand von erlebnispädagogischen Methoden und der Reflektion der eigenen Erfahrungen dafür sensibilisiert. Die alte Mühle versteht sich als linkspolitischen Wohnzusammenhang mit derzeit 32 Personen, engagiert sich für Umweltschutz und Antifaschismus und setzt sich für eine gerechtere und offenere Gesellschaft ein.

Projektzeitraum: 01.05.2022 – 31.12.2022

Integration durch Sprache

Die geflüchteten ukrainischen Kinder und Jugendlichen werden so wie vor einigen Jahren die geflüchteten Kinder anderer Nationen in unserer Oberschule in Brück integriert.

Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, wie wichtig die Beschulung in einer Regelklasse ist, um in Deutschland anzukommen und ein relativ normales Leben führen zu können. Damit verbunden ist die Herstellung einer Alltags- und Lernstruktur für die Schülerinnen und Schüler. Mithilfe von Arbeitsheften soll verhindert werden, dass die Kinder und Jugendlichen am Ende des Schuljahres nur eine Ansammlung von Kopien besitzen, mit denen sie ihre Sprache und ihr Wissen festigen können, sondern sie haben Arbeits- und Übungshefte, die sie sortiert und strukturiert immer wieder durcharbeiten können.

Eine Integration der Schülerinnen und Schüler ist nur möglich, wenn sie sich willkommen fühlen und eine Gleichbehandlung erkennbar ist. Bei Arbeitsmaterialien, die denen der deutschen Kinder und Jugendlichen gleichgestellt sind, fängt die Integration an. Für unsere deutschen Kinder und auch für die Schüler anderer Nationalitäten ist der gemeinsame Schulbesuch ein wichtiger sozialer Faktor, um sich gegenseitig kennenzulernen, sich zu tolerieren und miteinander in einer Region zu leben.

Die unterschiedlichen Kulturen können nur zusammenleben, wenn sie sich kennen, sich tolerieren und im besten Fall miteinander befreundet sind. Das geht nur, wenn man den Alltag zusammen verbringt, die Schulbank miteinander teilt. Es wurde sich für die Arbeitsmaterialien der Firma Cornelsen entschieden, da mit diesen Arbeitsblättern die besten Erfahrungen im Laufe der letzten Jahre gemacht wurden. Die Lehrkräfte sind von diesen Arbeitsmaterialien überzeugt, da sie alle Kriterien für eine gute pädagogische Arbeit erfüllen und sich im Laufe der Jahre als sehr gut erwiesen haben.

Die Kinder und Jugendlichen die aus der Urkraine geflüchtet waren, haben mithilfe der durch das Projekt gekauften Arbeitshefte strukturiert lernen können. Die Schüler nahmen diese Arbeitshilfen dankend an. Der Unterricht konnte für alle Seite zufriedenstellend durchgeführt werden und mit den Helften hatten die ukrainischen Schüler die Möglichkeit dem Unterricht zu folgen und den wesentlichen Inhalt zu verstehen.

Projektzeitraum: 26.04.2022 – 31.12.2022

Interkulturelles Café

Gemeinsam mit dem Familienzentrum der AWO Bad Belzig organisierten wir bereits zum 2. Mal ein interkulturelles Café, welches monatlich stattfand. Mit insgesamt 4 Terminen,

dem 14.06.2022 von 14–17 Uhr,
dem 01.07.2022 von 14–17 Uhr,
dem 09.09.2022 von 14–17 Uhr,
dem 14.10.2022 von 14–17 Uhr,

wurde das Café umgesetzt. Die Idee, etwas Kreatives anzubieten und nebenbei Kuchen, Kaffee, Obst und andere Snacks anzubieten, wurde sehr gut angenommen.

Am 14.06. fand das interkulturelle Café als Fest im Grünen statt. Neben verschiedenen Aktivitäten für die Kinder gab es musikalische Unterhaltung, unterschiedliches zu essen und Begegnungsraum für die Familien. Bei den zwei darauffolgenden Terminen wurden einmal Stofftaschen bemalt und danach Schmuck hergestellt. Nebenbei gab es wieder Kaffee und Kuchen für die Gäste. Am 14.10. haben wir ein Herbstfest gefeiert, das auch wieder mit musikalischer Begleitung und Performances der Mitarbeitenden, des Seniorenchores der AWO sowie freiwilligen Gästen gestaltet wurde.

Interkulturelles Cafe 2022

Unser Ziel war es, neben den Frauen und Kindern, die bereits an mehreren Angeboten des Familienzentrums teilnehmen, auch Ukrainerinnen und Frauen aus der Gemeinschaftsunterkunft für die Angebote zu begeistern. Hier hatten wir besonders Glück, dass zu dem Zeitpunkt eine russischsprachige Praktikantin präsent war, die eine wichtige Ansprechperson und Bezugsperson für die Ukrainerinnen war und ist. Auch Frauen und Kinder aus der Gemeinschaftsunterkunft kamen zum interkulturellen Café und gingen in Austausch mit den anderen Familien und Kindern.

Im Allgemeinen ist das Projekt sehr gut umgesetzt worden. Das Ziel der Vernetzung fand besonders zwischen den Kooperationspartner:innen statt. Auch gab es Ehrenamtliche und andere Bürger und Bürgerinnen, die an den Veranstaltungen teilnahmen und sich austauschen konnten.

Projektzeitraum: 01.06.2022 – 31.10.2022

Happy Panda Achtsamkeitstraining

Im Rahmen des Projektes „Achtsamkeitstraining Happy Panda“ haben die Schüler der 1. und 2. Klassen einer Grundschule erfolgreich an einem speziell für Kinder im Alter von 4 bis 10 Jahren entwickelten Achtsamkeitstraining teilgenommen.

Das Hauptziel dieses Projektes war es, die emotionale Intelligenz und sozialen Fähigkeiten der Schüler zu stärken und gleichzeitig ihre Fähigkeit zur Selbstregulation und Konzentration zu verbessern. Die Umsetzung des Projektes erfolgte in mehreren Schritten. Zunächst wurden die Bedürfnisse und Ziele des Trainingsprojektes identifiziert. Die Lehrkräfte wurden in die Grundlagen und Methoden des „Happy Panda“ Achtsamkeitstrainings geschult, um die bestmögliche Betreuung der Schüler während des Trainings sicherzustellen.

Das eigentliche Trainingsprogramm wurde speziell auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt. Über einen Zeitraum von 12 Wochen nahmen die Schüler regelmäßig an wöchentlichen Sitzungen teil, in denen sie verschiedene Achtsamkeitsübungen erlernten und praktizierten. Diese Übungen wurden spielerisch gestaltet, um die Aufmerksamkeit und Teilnahme der Kinder aufrechtzuerhalten. Die Themen des Trainings umfassten Selbsterkenntnis, Einfühlungsvermögen, soziale Kompetenz, Impulskontrolle und Emotionsregulation. Die Ergebnisse des Projektes waren äußerst positiv.

Die Schüler und Schülerinnen entwickelten eine tiefere Selbsterkenntnis und ein gestärktes Einfühlungsvermögen, was zu einer verbesserten zwischenmenschlichen Kommunikation und Kooperation führte. Die Fähigkeit zur Impulskontrolle wurde gestärkt, wodurch die Schüler besser in der Lage waren, angemessen auf starke Emotionen zu reagieren. Das Training half den Schülern, Stress, Ängste und Überforderungsgefühle zu reduzieren. Darüber hinaus führte das Achtsamkeitstraining zu einer ruhigeren und fokussierten Atmosphäre im Unterricht. Die Schüler konnten besser zwischen verschiedenen Aktivitäten wechseln und zeigten gesteigerte Konzentrationsfähigkeit und ein höheres Auffassungsvermögen für den Unterrichtsstoff.

Insgesamt war das „Happy Panda“ Achtsamkeitstraining ein voller Erfolg, der die Schüler in vielfacher Hinsicht positiv beeinflusst hat. Durch die gezielte Förderung von emotionaler Intelligenz, Selbstregulation und Konzentration hat das Projekt nicht nur die individuelle Entwicklung der Schüler vorangetrieben, sondern auch zu einer bereichernden Lernumgebung für die gesamte Schule beigetragen. Die Unterstützung des Sponsors war dabei von großer Bedeutung, um diese ermutigenden Ergebnisse zu erzielen.

Projektzeitraum: 01.09.2022 – 31.12.2022

Deutsch im Alltag

Das Projekt wurde vom 1. September bis zum 31. Dezember 2022 im AWO-Treff als Kooperationspartner des AWO Mehrgenerationenhauses in der Stadt Brück durchgeführt.

Der Deutschkurs für den Alltag wurde an 2–3 Tagen in der Woche durchgeführt. In den Deutschkursen wurden unter anderem folgende Themenfelder behandelt: grammatikalische Schwerpunkte der deutschen Sprache, Vokabeln, Aussprache und Satzbau sowie Sachthemen wie beispielsweise Herkunft, Wohnung, Wohnungssuche, Erkrankungen, Arztbesuche, Einkaufen und Schaffung einer Alltagsstruktur in Deutschland.

An dem Deutschkurs-Angebot nahmen regelmäßig etwa 23 Erwachsene aus der Ukraine, Moldawien und Tschetschenien teil. Als gemeinsame Verständigungssprache wurde Russisch genutzt. 1

2 Kinder – die Kinder der Teilnehmenden des Deutschkurses – im Alter von etwa 2 bis 14 Jahren wurden in einem Nebenraum während der Kurszeit durch zwei Erzieherinnen begleitet und betreut. Für die Kinder wurden pädagogische Angebote wie jahreszeitliches Basteln, Sprachvermittlung durch Bilder (Memory) und gemeinsame Gesellschaftsspiele zur Förderung der deutschen Sprache altersgerecht vorgehalten.

Projektzeitraum: 01.09.2022 – 31.12.2022

Was bewegt dich im Augenblick?

Aufgabe war es, 30 Menschen aus den Gemeinden Bad Belzig, Amt Brück, Amt Niemegk, Treuenbrietzen und Wiesenburg/Mark zu fragen, was sie im Augenblick bewegt.

Tatsächlich konnten wir sogar 32 Menschen befragen. Als Einstieg in die Interviews diente stets dieselbe Frage „Was bewegt dich im Augenblick?“. Der weitere Interviewverlauf hing von der befragten Person und dem Gesprächsverlauf ab. Einen Schwerpunkt in den Interviews bildete stets der Ukrainekrieg und die damit verbundenen Sorgen.

Befragt wurden Menschen aus allen fünf Gemeinden. Die Altersspanne der Befragten reichte von 17 bis 83. Die Interviews wurden von fünf Lokaljournalisten geführt. Die Interviews wurden auf „Fläming 365“ (20 Interviews) und „Zauche 365“ (12 Interviews) veröffentlicht. Sie können unter

https://flaeming365.de/tag/was-bewegt-dich/
bzw. unter
https://zauche365.de/tag/was-bewegt-dich/

nachgelesen werden.

Außerdem wurden alle Interviews auch auf den entsprechenden Facebook-Seiten und in verschiedenen lokalen Facebook-Gruppen verbreitet.
Dort findet man die Interviews unter

https://www.facebook.com/hashtag/was_bewegt_dich

Projektzeitraum: 21.09.2022 – 31.12.2022

Über Kunst zur Sprache - Kunsttherapie mit Geflüchteten

Über Kunst zur Sprache – Kunsttherapie mit Geflüchteten

Vom 10. Oktober 2022 bis 20. Dezember 2022 fand im Wächtlerhaus in Bad Belzig „Über Kunst zur Sprache“, ein kunsttherapeutisches Projekt, statt, an dem insgesamt 14 Geflüchtete (6 Frauen, 6 Männer und 2 Kinder) aus verschieden Ländern (Afghanistan, Iran, Ukraine, Pakistan, Kamerun und Kenia) teilnahmen.

„Über Kunst zur Sprache“ fand insgesamt an 21 Tagen vor- bzw. nachmittags statt.

Wir arbeiteten im Gruppensetting, in dem es bei den Teilnehmern zu künstlerischer sowie verbaler Weiterentwicklung und seelische Stabilisierung kam.

Durch therapeutische Interventionen und sprachlichen Austausch kam es bei den Teilnehmern spielerisch zu einer Spracherweiterung und dadurch auch zu einem Interesse an der deutschen Sprache.

Projektzeitraum: 01.10.2022 – 31.12.2022

Ukraine Abend

Anlässlich der aktuellen Situation in der Ukraine und den in diesem Jahr zugewanderten Menschen aus der Ukraine wollten wir einen Ukraineabend für und mit den Ukrainern und Ukrainerinnen gestalten. Wir kochten zusammen einen ukrainischen Eintopf und luden zu Kaffee und Kuchen ein.

Ebenso gab es Kreativangebote (Bemalen von Kieselsteinen) für die Kinder. Wir bereiteten zusammen die Dekoration und die Räumlichkeit vor und empfingen die Gäste dann ab 17 Uhr.

Viele brachten etwas zu essen mit. Es gab Gespräche und es wurden Erfahrungen und Angebote ausgetauscht, die hier im Sozialraum Bad Belzig stattfinden. Auch wurde ukrainische Musik abgespielt und Wünsche geäußert, was sich die Frauen und Männer aus der Ukraine wünschen. Im Allgemeinen war es ein schöner Nachmittag und Abend.

Es wurde einander kennengelernt, mehrsprachig übersetzt und weitere Pläne für einen gemeinsamen Filmabend oder Sportnachmittag getroffen.

Projektzeitraum: 10.10.2022 – 31.12.2022

Interkulturelle Weihnachtsfeier in der AWO Migrationsberatungsstelle

An der Weihnachtsfeier nahmen zugewanderte Familien aus Bad Belzig und Umgebung sowie Familien der AWO Eltern-Kind-Gruppe teil. Die teilnehmenden zugewanderten Menschen haben gemeinsam mit den Kolleginnen der Migrationsberatungsstelle die Veranstaltung geplant und die benötigten Lebensmittel eingekauft. Gemeinsam wurden Plätzchen gebacken und mit den Kindern verziert. Der Tannenbaum wurde von den Kindern geschmückt. Es wurden Geschenktüten mit Süßigkeiten und Schreibsachen vorbereitet und den Kindern auf der Weihnachtsfeier geschenkt.

Die Teilnehmerinnen haben den Tisch gemeinsam dekoriert und Weihnachtsmusik gehört. Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, ihre bisherigen Sprachkenntnisse in der Praxis anzuwenden und diese im Gespräch mit den Gästen aus anderen Ländern und den Mitarbeitenden der Migrationsberatungsstelle zu vertiefen. Das Vorhaben war für ca. 20 Personen geplant. Tatsächlich teilgenommen haben 34 Personen (Kinder und deren Eltern im Alter von etwa 2 bis 50 Jahren). Der größte Teil der Teilnehmerinnen kam aus Syrien, Afghanistan und aus dem Irak. Die gemeinsame Weihnachtsfeier mit zugewanderten Familien ist eine gute Möglichkeit, einen Einblick in deutsche Traditionen und Bräuche zu geben.

Das Ziel war es, den vielen muslimischen Familien das Weihnachtsfest, wie es in Deutschland gefeiert wird, näherzubringen. Viele zugewanderte Familien erlebten zum ersten Mal in ihrem Leben ein christliches Weihnachtsfest. Fremd sei ihnen die christliche Weihnachtsgeschichte allerdings nicht, sagten unsere eingeladenen Gäste. Ein wichtiger Baustein des Vorhabens war es, die zugewanderten Menschen nicht zu überfordern. Es ging darum, gemeinsam eine besinnliche Zeit mit Kindern und deren Familien zu verbringen. Ziel des Projekts war, sich zu treffen, sich auszutauschen und erlernte Sprachkenntnisse anzuwenden. Die Teilnehmerinnen hatten sich aktiv an der Vorbereitung und an der Durchführung beteiligt und somit deutsche weihnachtliche Traditionen kennengelernt. Alle Gäste waren sehr zufrieden mit der gemeinsamen Weihnachtsfeier. Die Ziele des Vorhabens wurden vollumfänglich erfüllt.

Projektzeitraum: 15.11.2022 – 31.12.2022

Demokratie braucht Dialog und Engagement

Planung und Umsetzung unterrichtlicher und außerunterrichtlicher Projekte zur Stärkung eines couragierten und demokratischen Miteinanders. Etablierungsvorbereitung und praktische Organisation der AG „Jugend debattiert„, z. B. Anschaffung von Methodenkoffer-Material, Rednerpult, Plakat und Werbematerial.

Schülerinnen und engagierte Lehrkräfte setzten erste Debatten um und planen gemeinsam die Weiterentwicklung der AG. Zudem wurde im Zuge der Internationalen Woche gegen Rassismus eine Aktionswoche organisiert, um gegen Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung einzusetzen und ein Zeichen für ein couragiertes Miteinander zu setzen.

Projektzeitraum: 01.11.2022 – 31.12.2023

Integrationsfest Schmerwitz

Das Integrationsfest zu gegenseitigem Verständigung und Kennenlernen der zugezogenen und lange einsässigen Familien in Schmerwitz war für die Integrationsarbeit im Dorf sehr wirkungsvoll. Noch Wochen danach wird es wertgeschätzt bei den Dorfbewohnern und Dorfbewohnerinnen mit und ohne Migrationshintergrund.

Eine gelungene Kooperation mit dem Familienzentrum Wiesenburg und der Gemeinde Wiesenburg ermöglichte, dass viele geflüchtete und deutsche Familien mit Flyer und Aushängen in mehreren Sprachen eingeladen wurden. Mit Sprachmittlerinnen und Sprachmittlern für Russisch, Arabisch und Kurdisch konnten Sprachbarrieren überwunden werden. Wie geplant halfen hier neben den bestellten Sprachmittlern von ISA auch Bewohner und Bewohnerinnen des Dorfes. Damit konnte die erfolgreiche Partizipation der vielfältigen Dorfbevölkerung bei der Gestaltung des Programms ermöglicht werden. Es entstanden nahe Kontakte. Sehr wirkungsvoll waren informelle Gespräche zur Fluchtgeschichte einzelner Teilnehmender.

Ukrainische Familien berichteten von ihrem Leben und ihren Sorgen im Heimatland. Als besondere Erfolge wurden einzelne Verabredungen zwischen den Familien getroffen. So wurde Unterstützung für Arztfahrten, für Schulaufgaben, für Übersetzung beim Amt und Kleiderspenden angeboten. Zukünftige aktive Einladungen der geflüchteten Familien ins Familienzentrum Wiesenburg wurden geplant – bis hin zu einer Wiederholung dieses Festes im Frühjahr. Sehr wirksam war auch die Präsenz von Bürgermeister und Vertreterinnen und Vertretern der Gemeinde und der Sozialen Arbeit. Dies wurde als Unterstützung in der umfassenden Integrationsarbeit wahrgenommen. Zur Verbindung über Sprachgrenzen hinweg inspirierte die engagierte Musikerin, die selbst Schmerwitzerin ist, zu einem internationalen Liedersingen. Begegnungsspiele machten verbindende Gemeinsamkeiten sichtbar und weckten Neugierde bei Unterschieden. Ein voller Erfolg war das Mitbringbuffet mit den verschiedenen nationalen Essensbeiträgen. Darin drückte sich der Reichtum durch die Vielfalt im Dorf besonders aus und wurde sehr wertgeschätzt.

Um besonders Familien mit ihren Kindern zu integrieren, hielt das Familienzentrum Wiesenburg ein Bastelangebot für Kinder bereit. Ein entsprechend großer Raum wurde zunächst im Foyer von Haus 5 – neben der Gemeinschaftsunterkunft in Schmerwitz – erhofft. Aus sicherheitstechnischen Gründen war das jedoch nicht möglich. Eine gute Alternative wurde in der Gutsschule Schmerwitz gefunden. Die Leihgebühren für Bestuhlung entfielen hiermit. Dafür entstanden Mietkosten für den komplett ausgestatteten Raum.

Projektzeitraum: 16.11.2022 – 31.12.2022

Plakat Integrationsfest in Schmerwitz 2022
Plakat russisch Integrationsfest in Schmerwitz 2022