PfD

HOHER FLÄMING

Partnerschaft für Demokratie

Projekte 2023

Plakat Jugendkonferenz 2023

Du hast den Hut auf!

in Kooperation von Partnerschaft für Demokratie (PfD) Hoher Fläming und
Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Fläming-Havel

Die „Partnerschaft für Demokratie Hoher Fläming“ arbeite bereits seit 2015 aktiv an Kinder- und Jugendbeteiligung. Der Maßnahmenplan von dem Jugendbeteiligungsfonds „Du hast den Hut auf!“ dienten ab 2016 dem Neustart unserer Anstrengungen in Sachen Kinder- und Jugendbeteiligung. Dazu wurden wir vom Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und vom Landkreis Potsdam-Mittelmark auch für das Jahr 2023 mit insgesamt 15.000 € ausgestattet.

Kinder und Jugendliche im Alter von 0 bis 27 Jahren können über unserer Homepage unkompliziert Gelder und Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Projektideen – im Bereich Kultur, Sport und Bildung – im Hohen Fläming beantragen. Unser Ziel ist es, auf diesem Wege die niedrigschwellige, aber aktive Beteiligung von Kindern und Jugendlichen auf lokaler Ebene zu fördern.

Parallel dazu wurden die lokalen Initiativen von Kindern und Jugendlichen in Zusammenarbeit mit Schulsozialarbeiter/innen, Jugendkoordinator/innen und den Aktiven in den Familienzentren angeschoben und bestehende Initiativen in den Gemeinden und Städten unterstützt.

Insgesamt 16 Kinder- und Jugendprojekte haben sich im Jahr 2023 für eine Förderung beworben. Die beantragte Fördersumme lag bei 15.150,00 €. Somit konnten 15 Projekte mit der komplett beantragten Fördersumme finanziert werden – ein Projekt erhielt den anteiligen Betrag. Somit konnte die gesamte jährliche Fördersumme ausgeschöpft werden.

Die Jugendlichen und Kinder stimmen bei den „Tagen der Entscheidung“ direktdemokratisch und auf digitalem und analogen Wege darüber ab, welche der Projekte finanziell gefördert werden sollen. Seit diesem Jahr arbeiten wir bei der Antragstellung und bei den „Tagen der Entscheidung“ über das digitale Tool „Pengueen“. Damit sind die geltenden Datenschutzverordnungen eingehalten. Alle Kinder und Jugendliche mit Internetzugang und entsprechendem Endgerät können sich auf der Plattform PENGUEEN einmalig anmelden und dann die Projektideen genau ansehen und anschließend wählen. Für kleinere Kinder – z. B. in Kita, Hort, Schule oder in Vereinen – kann ein/e Wahlhelfer/in mithilfe von Wahlzetteln die Stimmen der Jüngsten einsammeln und anschließend auf PENGUEEN eintragen.

Gefördert werden konnte durch „DhdHa!“ z. B. zwei Pizza-Ofen-Aktionen. Hier haben Kids mit professioneller Unterstützung Pizzaöfen gebaut. Die Schüler*innen hoffen, dass ihre Pizzaöfen noch viele Jahre von allen genutzt werden und zukünftig für gute Stimmung und volle Bäuche sorgen. Ein Theaterprojekt, verschiedene Festveranstaltungen für Jugendliche, Nachhaltigkeitsprojekte u. v. m. haben zum gemeinsamen Miteinander für Jung bis Alt geladen.

Das ist das Ziel des Kinder- und Jugendbeteiligungsfonds „Du hast den Hut auf!“. Durch eine gelungene Partizipation, das erste Entscheiden und Mitbestimmen erleben Kinder und Jugendliche, dass sie ihr eigenes Leben mitgestalten können und nachhaltige Veränderungen für sich und ihre Mitmenschen bewirken können.

Pfeil weiterMehr Info: https://duhastdenhutauf.de

Projektzeitraum: 01.01.2023 – 31.03.2023

Öffentlichkeitsfonds 2023

Der Öffentlichkeitstopf ist eine wichtige Einrichtung der PfD Hoher Fläming zur Finanzierung von Öffentlichkeits-maßnahmen und auch Kleinveranstaltungen aller Art, die zur Vernetzung und zum Austausch dienen. Wichtig hierbei ist, dass auch diese Kosten im Begleitausschuss via Antrag diskutiert und bewilligt werden, sodass hier Transparenz innherlab der PfD hergestellt wird. Im Jahr 2023 gab es wieder v.a. Öffentlichkeitsarbeit für den Jugendfonds. Diese bestand v.a. aus Werbung bei Instagram und Facebook sowie Flyern und Plakaten. Weiterhin haben wir Materialien nachbestellt und unseren Flyer aktualisiert.

Wichtig war wieder der Kleinveranstaltungstopf in dem kleinere Veranstaltungen abgerechnet wurden. Allen voran war dies die erfolgreiche Theateraufführung der „mitteleermonologe“ am 11.07. im Kleinkunstwerk. Hinzu kommt die Mit-Organisation von eigenen Veranstaltungen und öffentlichkeitswirksamen Aktionen und nicht zuletzt die Jugendbeteiligung.

Hierzu gehört im Jahr 2023 v.a. die Aktionen zum „Brandenburgtag“ die internationalen Wochen gegen Rassimus mit dem Fest der Vielfalt, die „Allee der Inklunauten“, der Nachbarschaftstag, die Vorbereitungstreffen der Mitmachkonferenz, sowie die Mitmachkonferenz selbst, die Mitorganisation von Jugendbeteiligungsformaten und nicht zuletzt einige Infostände der KuF auf diversen Veranstaltungen sowie die Mitorganisation des lebendigen Adventskalenders in Bad Belzig.

Mitttelmeermonologe 2023

Mittelmeermonolog 2023

Wichtig und erfolgreich ist auch wie immer das Coaching der PfD, welches wieder duch Norbert Poppe realisiert wurde. Da es weiniger Coachingtermine gab, wurde weitere Fortbildungen in dem Topf abgerechnet wie z.B. weitere Module der in 2022 angefangenen Fortbildung „Moderation von großen Gruppen“ sind dort enthalten. Ansonsten ist wichtig, dass das Antargsportal Pengueen weiterentwickelt und ausgebaut wurde. Dazu sind umfangreiche Programmierarbeiten angefallen, die schlussendlich auch weiteren PfDn zur verfügung gestellt werden könne, denn die Firma Pengueen arbeitet mit weiteren PfDn zusammen.

Projektzeitraum: 01.01.2023 – 31.12.2023

Plakat Zukunftswerkstatt Hoher Fläming 2023

Mach mit!
Hoher Fläming nachhaltig gestalten

Hauptziel war eine Konferenz, bei der Initiativen, Interessierte, Mitgestalter sich präsentieren und vernetzen konnten.

Es gab 10 Kernteamtreffen, in denen die Initiator*innen 8-10 Expert*innen aus der Region zu den drei Handlungsfeldern ins Boot holten und den Prozess begleiteten. Bei 5 Stammtischtreffen wurde ein erweiterter Kreis an Initiativen und Akteur*innen aus dem Hohen Fläming eingeladen, Projekte entwickelt und präsentiert.

Die Konferenz „Zukunftswerkstatt“ fand am 29.04.2023 in Bad Belzig im Kulturzentrum statt. Es kamen 110 Menschen um Projekte zu präsentieren, weiterzuentwickeln und sich zu vernetzen, andere Akteur*innen und die 13 ökologischen Initiativen auf dem Marktplatz kennenzulernen.

Dirk Adams stellte die Initiative Mitmachregion vor. Es gab drei Kurzvorträge zum Thema Ernährung von Joyce-Ann Syhre und Annette Sekine, sozialer Zusammenhalt von Florian Görner und Klimaneutralität von Harald Lacher. Diese sind auf YouTube anzuschauen.

An zwölf Thementischen konnten dir Besucher*Innen sich informieren über Themen wie Regionale Ernährung, Solidarische Landwirtschaft, Solar-Balkonkraftwerke, Fahrradmobilität, Naturschutz, Bürgerräte und sozialer Zusammenhalt.

Wam Kat und sein Team sorgten für das leckere Essen, daß hauptsächlich aus regionalen und saisonalen Zutaten bestand.

Konkrete Projekte, die sich aus der Zukunftswerkstatt ergeben haben, sind eine Solarinitiative, die Organisation des „Festessens“, die Finanzierung des Kunstbummels, die Verwertung Obst aus der Region mit Nachbarn und Menschen aus der Nachbarschaft und die Unterstützung des Fortbestandes der Klimawerkstatt.

Projektzeitraum: 01.01.2023 – 31.03.2023

Internationale Wochen gegen Rassismus 2023

Die Internationalen Wochen gegen Rassismus ist eine weltweite Initiative, die im Jahr 2023 vom 20. März bis zum 2. April stattgefunden hat.
Ihr Hauptziel ist es, Bewusstsein für Rassismus und Diskriminierung zu schaffen, die Toleranz und Akzeptanz zu fördern, für Diversität einzustehen und das Demokratiebewusstsein in unserer Region zu stärken. Im Jahr 2023 war der Hohe Fläming ein herausragender Veranstaltungsort für diese wichtige Initiative. Wie im vorigen Jahr haben sich wiederholt diverse Organisationen und Initiativen für verschiedene Mikroprojekte angemeldet. Ein gemeinsames Logo wurde für die Wochen gegen Rassismus erstellt und auf Banner gedruckt, die jede Institution erhalten hat als Zeichen der gemeinsamen Aktion.

Veranstaltungen und Aktivitäten: Es wurden im Hohen Fläming insgesamt 15 Aktionen an verschiedenen Orten und in verschiedenen Institutionen organisiert, darunter Kitas, Schulen, Familienzentren und andere. Diese Aktivitäten boten eine breite Palette von Möglichkeiten, um die Botschaft der Akzeptanz und Vielfalt zu verbreiten.

Zu den Aktionen gehörten:
Antirassismus-Workshops an 3 Standorten in Kooperation mit RAA und Koordinatorin für interkulturelle Arbeit, Annie-May Rex, mit Fachkräften aus dem sozialen Bereich.

» Filmvorführungen
» Diverse Schulprojekte
» Interkulturelle Angebote für Kinder
» Fest der Vielfalt im Kulturzentrum
» Internationale Cafes

Projektzeitraum: 01.01.2023 – 31.07.2023

Banner Internationale Woche gegen Rassismus

Banner Internationale Wochen gegen Rassismus 

Banner Internationale Woche gegen Rassismus

Internationale Wochen gegen Rassismus in Treuenbrietzen

Kleine Grundschule Dippmannsdorf 2023
Kleine Grundschule Dippmannsdorf 2023

Einzelne Projekte

  • Brück – Bunt wie ein Kaleidoskop
  • Brück ist bunt – Welcome to Brück-lyn
  • Filmscreening Ivie wie Ivie
  • Misch dich ein
  • Einmischen gegen Rassismus
  • Beitrag Misch dich ein! – Mit verschiedenen Aktionsmodulen
  • Fest der Vielfalt; Kennenlernen anderer Kulturen; Sensibilisierung zum Thema Rassismus
  • Saftladen Demokratie
  • Fest der Vielfalt
  • Zivilcourage / Sensibilisierung
  • Regenbogenfrühstück
  • Hand in Hand in Wiesenburg! Gemeinsam für Vielfalt
  • Denkmalstein
  • Misch dich ein – mit Courage gegen Rassismus & Stark im Miteinander
  • Die kleine Grundschule Dippmannsdorf mag es bunt
  • Angebot des SAM Klinke für das Fest der Vielfalt
Fest der Vielfalt in Bad Belzig 2023

Fläminger Mitmachkonferenz 2023 – Menschen, Projekte, Ideen

Vorbereitungstreffen wurden durchgeführt mit guter Beteiligung:

1. Vorbereitungstreffen am 07.06.2023 in der Schäferei Arensnest, Teilnehmer:innen: 12

2. Vorbereitungstreffen am 07.07.2023 im LandMarkt Bistro, Bad Belzig, Teilnehmer:innen: 6

3. Vorbereitungstreffen am 14.09.2023 in der Kunsthalle Wiesenburg, Teilnehmer:innen: 7

Mitmachkonferenz fand am 24.09.2023 in der Kunsthalle Wiesenburg statt:

Anwesend laut Veranstaltungsdokumentation: 77 Teilnehmer:innen, Schätzung darüber, da sich nicht alle Teilnehmer:innen auf der ausliegenden Anwesenheitsliste eingeschrieben haben (siehe Protokoll)

An diesem Tag wurden mehr als 15 Themen zu Diskussion eingebracht. Von den zahlreichen Arbeitsgruppen, die diskutierten, entstanden 13 Protokolle mit vereinbarten Verabredungen.

Logo Mitmachkonferenz
Mitmachkonferenz 2023

Die Mitmachkonferenz ebenso wie alle Vorbereitungstreffen wurden in den MAZ, BRAWO und Fläming 365 beworben.
Zusätzlich wurden über Facebook Anzeigen geschaltet und in den gängigen Ortsgruppen der Region regelmäßig aktualisiert veröffentlicht.
Es wurde ein Plakat für die Mitmachkonferenz gedruckt, ebenso wie Flyer. Der Aushang erfolgte in allen Gemeindekästen der Umgebung und wurde mit Hilfe der Vorbereitungsgruppen großflächig verteilt.
Es besteht zusätzlich ein E-Mail-Verteiler vorgangener Veranstaltungen dieser Art. Dabei wurden etwa 120 Personen per Direktmailing zu allen Veranstaltungen eingeladen.

Jugend-Initiativ-Preis und Fläming-Initiativ-Preis
Hier entstand ein Plakat, dass in alle Schulen/Jugendclubs etc. ausgehängt war.
Insgesamt gingen 6 Bewerbungen für den Fläming-Initiativ-Preis ein, von denen 3 nominiert wurden.
Insgesamt gingen 4 Bewerbungen für den Jugend-Initiativ-Preis ein, von denen 3 nominiert wurden.
Die Vorstellungen der Nominierten wurden live im Fläming Kanal (auf Youtube) gestreamt.

Vorstellungen der nominierten Projekte sind hier verfügbar unter:

https://www.youtube.com/watch?v=9v6iaWhVksU
https://www.youtube.com/watch?v=aoJz1gt_UVg
https://www.youtube.com/watch?v=dAxGMp4IFVc
https://www.youtube.com/watch?v=mW05jrHP2cI
https://www.youtube.com/watch?v=rQxwpa68ig&t=28s
https://www.youtube.com/watch?v=pUe1oPqoUp&t=11s

Die Abstimmung über die Preisträger:innen erfolgte persönlich. Der Trägerkreis wertete die Veranstaltung im November aus.

Vor-Party
Am 23.09.2023 fand in gemütlicher Runde ein Vorfeier in Mal’s Scheune statt. Der Abend wurde in gemütlicher Runde und bei weiteren inspirierenden Gesprächen mit gutem Essen verbracht.

Projektzeitraum: 20.02.2023 – 31.12.2023

Interkulturelle Wohnzimmerkonzerte & Filmabende

Das Projekt zur Förderung der Interkulturellen Veranstaltungen im Sandberger Kreativstudio wurde erfolgreich umgesetzt.

Unterstützt durch den PfD konnten fünf international renommierte Künstler unterschiedlicher Herkunft gewonnen werden, darunter Max Prosa, Darling Shader aus der Ukraine, Sarah Noni aus Kanada, Mohannad Nasser aus Syrien und Sevamantra aus Chile.

Die Veranstaltung zog insgesamt 400 Besucher*innen an und erhielt großen Zuspruch für ihre interkulturelle Ausrichtung. Von den drei Filmabenden konnten wir nur einen durchführen, dafür haben wir mehr Konzerte veranstaltet.

Projektzeitraum: 01.05.2023 – 31.12.2023

Wer bist Du? – Wie lebst Du? Loewenherz im Dialog 2023

Loewenherz e.V. absolvierte im Jahr 2023 folgende Vorhaben:
Die Text- und Foto-Buchreihe(n) „Todesursache: Flucht“ Eins bis Vier sind herausgearbeitet und herausgegeben worden, resultierend aus den Feststellungen aus unserem Interviewprozess.

Loewenherz e.V. mit seinem Infostand war im Rahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit am 30.04.2023 bei der Veranstaltung „Maibaumaufstellung“ anwesend.

Bedeutende Themen unserer Präsentationen und Vorträge, die folgend aus den Interviewanalysen, Wahrnehmungen und Erfahrungen zu den gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Wirklichkeiten der gesellschaftlichen Probleme in Kohärenz mit Rassismus, Kolonialismus, Imperialismus, Kapitalismus im historischen Kontext und deren Kontinuität mit seinen globalen Folgen bis in die Gegenwart behandeln, wurden referiert:

– an der vierstündigen „Schulung der Beratenden“ in Berlin: „Diversitykompetenz in der Bildungsberatung: Dekoloniale Ansätze für die Bildungspraxis“.
– an der vierstündigen Lehrkräfte-Fortbildung in Berlin: „Decolonize the Schools: Kolonialgeschichte verstehen, Rassismus verlernen“.
– an dem dreistündigen Workshop für Bibliotheksmitarbeiter*innen in Berlin „Die Bibliothek als dekolonialer Raum“.
– an dem 1,5-stündigen Workshop in Stahnsdorf: Interkulturelle Woche 2023.

Im Rahmen der Analyse und Auswertungen unserer Interviews der letzten Jahre wurden drei Dialogtreffen mit gesellschaftlichen Akteurinnen in Borkheide sowie individuell angelegte Dialoge und die Teilnahme an Netzwerktreffen usw. in verschiedenen Bundesländern abgewickelt. Wir führten die Gespräche mit den Vertreterinnen der in unserer Region vorhandenen gesellschaftlichen Institutionen verstärkt fort, indem sich auch die möglichen Kompetenzbündelungen bzw. Zusammenarbeit gemeinsam ergeben.

Nach der Zeit raubenden Suche eines für uns eher erlebbaren, d.h. einem von Menschen ständig besuchten Raumes in Treuenbrietzen oder Niemegk, um unsere Foto- und Text-Wanderausstellung zu realisieren, klappte es gemäß der Mail vom 26.09.2023 mit der Ausstellung in der St.-Johannis-Kirche Niemegk. Nach der Überreichung unserer Buchreihen an den Pfarrer der Kirchengemeinde, um die Inhalte der Ausstellung zu zeigen, wurde uns am 30.11.2023 unter Angaben von Gründen vorgeschlagen, die Ausstellung vom 21.01. bis 03.03.2024 in der Kirche zu präsentieren. Wir haben dem Vorschlag zugestimmt.

Ein dreiseitiges Positionspapier ist mit dem Standpunkt des Vereinsvorsitzenden Loewenherz e.V. erstellt und am 26.09.2023 den Kreistagsabgeordneten*innen in der Sitzung des Ausschusses für Soziales und Arbeitsförderung vorgetragen worden.

Projektzeitraum: 15.03.2023 – 31.12.2023

Schicksale Band 5

Schicksale Band V

Der Förderkreis Roederhof hält die Erinnerung an das KZ-Außenlager im Grünen Grund in Bad Belzig wach.

Er lädt jährlich am 3. Mai zu den Gedenkveranstaltungen in den Grünen Grund ein, zu Gedenkspaziergängen am Weltfriedenstag (bei denen der Weg vom Lager zur Munitionsfabrik gegangen wird), hält Kontakt zu ehemaligen Zwangsarbeitern und ihren Nachfahren und ist ständig bemüht, die Forschungen um das KZ-Außenlager Roederhof weiter voranzubringen.

Ziel unseres Projektes war es, die Ergebnisse unserer Arbeit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Nachdem unter dem Titel „Schicksale“ bereits vier Bände mit Erinnerungen und Dokumenten über das Lager Roederhof veröffentlicht wurden, wurde jetzt ein fünfter Band veröffentlicht.

Jugendliche wurden daran beteiligt. Diese Beteiligung erfolgte durch eine Zusammenarbeit mit den Geschichtslehrern der Bad Belziger Schulen. Die entsprechenden Schülerarbeiten sind im Buch enthalten. Band fünf der Broschüre „Schicksale“ erschien im Dezember 2023 und wurde am 06. Dezember 2023 der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit dem Buch erinnern wir an Einzelschicksale von Frauen im Lager, dokumentieren unsere Gedenkarbeit und stellen neue Forschungsergebnisse vor. Dafür wurde zunächst recherchiert und vorhandenes Material aufbereitet und übersetzt. Daraus erfolgte dann die Erstellung eines druckreifen Fließtextes mit Bildern. Im Anschluss wurde lektoriert und gedruckt.

Projektzeitraum: 01.04.2023 – 31.12.2023

Interkulturelles Café

Das „Interkulturelle Café“ wurde in Kooperation mit dem Belziger Forum e.V. in 2021/2022 bereits erfolgreich umgesetzt.

In 2023 konnte an bereits vorhandene Erfahrungsräume zur Umsetzung des Angebotes, als auch auf bestehende Kontakte und Bindungen zu den verschiedenen kulturellen Communitys im Sozialraum Bad Belzig angeknüpft werden: Erfreulich war eine zunehmende Beteiligung auch von deutschen Familien, die das Angebot von interkulturellem Austausch, Begegnung und Treffpunkt und Integration nutzten. Die kindgerechte Umgebung des Familienzentrums mit niederschwelligen Kreativ-, Bewegungs- und Spielangeboten unterstützte die Kontaktaufnahme und schaffte eine entspannte und familiäre Umgebung. Die teilnehmenden Personen erlebten eine konstruktive Zeit des Miteinanders, gegenseitigen Respekt und Wertschätzung und fühlten sich durch das Angebot unterstützt und gestärkt. Aktuelle Bedarfe nach Beratung und Sprachvermittlung konnten vom Familienzentrum ermittelt, abgedeckt oder weitervermittelt werden.

Alle 4 Termine (12.05., 07.07., 15.09. und  08.12.) wurden wie geplant umgesetzt.
Die Auftaktveranstaltung wurde als Frühlingsfest mit Live-Musik gestaltet. Die Termine im Juli und September konnten bei schönem Wetter auf der Wiese hinter dem Familienzentrum durchgeführt werden und wurden als entspannte Familiennachmittage mit Bastelangeboten und Bewegungsparcours angeboten. Der Termin im Dezember war als Aktion in den „Lebendigen Adventskalender“ von Bad Belzig eingebunden und wurde als Weihnachtsfeier mit Basteln und Plätzchenbacken im Interkulturellen Café beworben. Alle Veranstaltungen waren sehr gut besucht. Insgesamt wurden 268 Besucherkontakte gezählt.

Projektzeitraum: 01.05.2023 – 31.12.2023

Interkulturelles Café 2023
Alphabetisierungskurs-in Niemegk 2023
Alphabetisierungskurs-in Niemegk 2023

Alpha-Kurs im Familienzentrum Niemegk

Zu Beginn der Migrationssozialarbeit im Bereich Spracherwerb zeigte sich, dass viele Migrant*innen – insbesondere aus Afghanistan sowie aus kurdischen Regionen Syriens und Iraks – trotz jahrelangen Aufenthalts in Deutschland über keinerlei Deutsch- oder Englischkenntnisse verfügten. Ursache hierfür waren fehlende oder unterbrochene Schulbildung, funktionaler Analphabetismus sowie der Mangel an geeigneten Alphabetisierungs- und Sprachkursen in der Region. Das einzige vom BAMF zertifizierte Sprachinstitut bot seit längerem keine Kurse für nichtalphabetisierte Menschen mehr an, sodass Betroffene nicht in die Lage versetzt wurden, grundlegende Alltagssituationen wie Arzttermine, Behördenkommunikation oder Arbeitsplatzsuche zu bewältigen.

Auf Grundlage einer umfassenden Bestandsaufnahme sowie der Zusammenarbeit mit regionalen Institutionen wurde ein spezifisches Sprachlernangebot für nichtalphabetisierte Migrant*innen im Amt Niemegk aufgebaut. Methodische Grundlage war der vom BAMF empfohlene kontrastive Ansatz (KASA), der Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen der Muttersprache der Lernenden (v. a. Dari/Farsi und Kurdisch) und der deutschen Sprache herausarbeitet. Ergänzend wurde der praxisorientierte Ansatz nach Paulo Freire genutzt, bei dem Lernen an authentischen Orten wie Supermärkten, Arztpraxen oder Behörden erfolgt.

Der Sprachkurs startete im März 2023 und fand zweimal wöchentlich statt. Zu Beginn war der Einsatz von Sprachmittler*innen notwendig, insbesondere zur Vermittlung grammatischer Grundlagen. Mit zunehmender Lernfortschritten wurden Inhalte wie Alphabetisierung, erste Schreibkompetenzen, regelmäßige Verben im Präsens, Satzbau und grundlegender Wortschatz erarbeitet. Die Teilnehmenden stammten aus verschiedenen Herkunftsländern; die Gruppe war heterogen im Hinblick auf Alter, Lernvoraussetzungen und Rollenbilder. Trotz teils schwieriger Ausgangslagen waren deutliche Lernfortschritte erkennbar.

Da eine Verlängerung der Stelle der Migrationssozialarbeit nicht erfolgte, wurden Möglichkeiten zur Verstetigung des Kurses in einem Sprachinstitut geprüft, jedoch ohne Erfolg. Um eine Unterbrechung der Lernprozesse zu vermeiden, wird das Angebot ehrenamtlich fortgeführt. Parallel dazu wurde eine vom BAMF anerkannte Zusatzqualifizierung „Deutsch als Zweitsprache“ begonnen, um künftig auch im lizenzierten Bereich tätig sein und Prüfungen abnehmen zu können.

Der Sprachkurs stellt eine wesentliche Integrationsmaßnahme dar, da er Menschen ohne Alphabetisierung ermöglicht, grundlegende sprachliche Kompetenzen aufzubauen und damit Zugang zu Bildung, Arbeit, gesellschaftlicher Teilhabe und Selbstständigkeit zu erhalten.

Projektzeitraum: 20.03.2023 – 31.12.2023

Budget für das Quartiersmanagement Klinkengrund

Auch im Jahr 2023 war die Begegnungsstätte „Klinke 1“ im Bad Belziger Stadtteil Klinkengrund ein Anlaufpunkt für die Nachbarschaft und ein Ort von vielfältigen Veranstaltungen und Aktionen.

Menschen, die bisher den Treffpunkt noch nicht kannten, konnten durch neue und etablierte Angebote, durch Gespräche (z.B. während Outdoorsprechstunden oder Quartiersrundgänge; dem „Fest der Vielfalt“, der Zukunftswerkstatt der MitmachRegion; durch Weitertragen der Bürger:innen von „Mund zu Mund“ durch Presseartikel oder Einladungen (z.B. in der nebenan- oder BadBelzigApp)) angezogen werden. Ebenso konnte festgestellt werden, dass Bürger:innen, welche die „Klinke 1“ bereits in den Vorjahren schätzten, sich noch verbundener fühlen und beginnen, sich verantwortlich zu zeigen (z.B. wurden die vorbereiteten Beete gemeinschaftlich und „untereinander koordiniert“ mit Stauden bepflanzt).

Ein Teil der zur Verfügung gestellten Budgets wurde im Frühjahr für den wiederum gelegenen „Tag der Nachbarn“ am 26. Mai 23 eingesetzt. Die Anzahl der teilnehmenden Bürger:innen stieg zum Vorjahr schätzungsweise um das Doppelte (genaue Zahlen sind schwierig zu ermitteln, da das Event „fließend“ und an ca. 10 verschiedenen Stellen im Klinkengrund stattfand). Interkulturelles Zusammenwirken gab es während des o.g. Maientages, aber ebenfalls bei zwei gut besuchten künstlerischen Veranstaltungen im Oktober.

Die Materialien für das Herstellen von farbenfrohen, Positivität ausstrahlenden Wandbildern und Collagen konnten durch das Förderbudget angeschafft werden und stehen noch für weitere Aktivitäten zur Verfügung. Neue Begegnungsformate konnten im Jahr 2023 geschaffen werden, beispielsweise das „PlauderStübchen“ und eine Bewegungsgruppe. Bewährte Gruppennutzungen wie die „Begegnungsgruppe“ Betreuter der Diakonie; das Familiencafé der AWO und der hochfrequentierte Lernraum der KVHS, aber auch die „grüne Runde“ (urbanes Gärtnern im Klinkengrund) konnten ihr Engagement aus ehrenamtliches Engagement etwas renovierten Räumlichkeiten.

Einen kleinen Teil des Budgets verwendeten wir, um die Raum-Atmosphäre zu steigern durch z.B. ermutigende Sprüchekarten und Raumdeffudbung. Die Zusammenarbeit mit der „Klinke 1“-Kita entwickelte sich weiterhin positiv. Die im letzten Jahr begonnenen über die Kindererziehung hinaus leider die geplanten gemeinsamen „Stammtisch“. Eine Teilnahme der Kinder fand nicht regelmäßig statt, werden in 2024 in der warmen Jahreszeit aber weitergeführt. Das Anlegen eines Gartenbereiches wurde dieses Jahr schon einen Ausflug (Ziel: Kinder sensibilisieren für Themen Ausrottung; Umweltgefährdung; Wohnumfeld und Eigenverantwortung; Insektenfreundlichkeit; Pflege der Anpflanzungen) umgesetzt. 

Projektzeitraum: 01.03.2023 – 31.12.2023

Sounds of Nachbarschaft

Die Idee war es, die Nachbarschaft Gömnigk/Trebitz zu vernetzen und zu beleben.

In diesem Rahmen wurden drei Konzertabende im Freien auf dem Außengelände der Alten Mühle Gömnigk geplant und veranstaltet. Die Bands waren vorwiegend aus dem Umland und vertraten unterschiedliche Musikstile. Aufgrund der Wahl, die Konzerte draußen stattfinden zu lassen, waren diese weitestgehend barrierefrei. Das Konzept des freien Eintritts und der Spenden nach individueller finanzieller Lage ist aufgegangen und wurde sehr begrüßt. Zugezogene und „Alteingesessene“ saßen beisammen und es gab zahlreiche Momente angeregter Unterhaltung, Tanz und neuer Bekanntschaften.

Die erwartete Besucherzahl von 70 Personen im Durchschnitt wurde erfüllt, wobei die mittlere Veranstaltung während der Brandenburger Landpartie strategisch ungünstig lag. Das Feedback war durchweg positiv und es war deutlich spürbar, dass die Nachbarschaft diese Art von Veranstaltung willkommen heißt.

Projektzeitraum: 01.04.2023 – 30.09.2023

Plakat Souends of Nachbarschaft 2023

Kunstbummel Bad Belzig

Der 7. Kunstbummel in Bad Belzig fand am 19. und 20. August 2023 statt; an diesen beiden Tagen öffneten insgesamt 13 Stationen in der Bad Belziger Innenstadt ihre Türen und luden alle Besucher herzlich ein, zwischen 11 und 18 Uhr auf eine entspannte Entdeckungsreise durch die vielfältige Kunstszene der Stadt zu gehen.

Der Kunstbummel bot eine besondere Gelegenheit, die Werke von 13 Künstlerinnen und Künstlern aus fünf verschiedenen Nationen zu erkunden. Von Fotografie über Projektionen, Collagen, Zeichnungen und Malerei bis hin zu Keramik und Metallobjekten gab es eine breite Palette zeitgenössischer Kunst zu entdecken. Neben den aktuellen Kunstwerken konnten die Besucher auch die gehüteten Kulturschätze Bad Belzigs kennenlernen.

Das Roger-Loewig-Museum, das Heimatmuseum auf der Burg Eisenhardt, das Orgelmuseum in der St. Marienkirche und die Reißiger-Stiftung öffneten ihre Pforten und ermöglichten den Besuchern einen Blick in die Geschichte und Tradition der Stadt.

Der Kunstbummel in Bad Belzig ist eine Veranstaltung für Kunstliebhaber und alle, die sich von Kunst inspirieren lassen und mit den Künstlerinnen und Künstlern ins Gespräch kommen möchten. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen war frei, die Reihenfolge und Auswahl der besuchten Stationen blieb den Besucherinnen und Besuchern überlassen.

Im Vorfeld wurde ein Flyer mit den beteiligten Stationen erstellt, eine Anzeige in der Broschüre „Kunstsommer im Hohen Fläming“ geschaltet; Frau Knobel übernahm die Koordinierung der Programmpunkte, die Pressearbeit, die Zuarbeit für die Grafikerin sowie die Aktualisierung der Webseite www.kunstbummel-bad-belzig.de

Projektzeitraum: 10.05.2023 – 31.08.2023

Flyer Kunstbummel Bad Belzig 2023

Regionales Dörfertreffen im Hohen Fläming 2023

Das Netzwerk Lebendige Dörfer „Hoher Fläming“ hat am 24. Juni Akteure der Kommunalpolitik und Interessierte aus der Region zur Informationsveranstaltung um das Thema „Rechte und Pflichten von Ortsbeiräten“ nach Rabenstein/Fläming eingeladen.

Ziel der Veranstaltung war die Wissensvermittlung, der Austausch und das Netzwerken rund um die bevorstehenden Kommunalwahlen, die am 09.06.2024 landesweit stattfinden.

Nach einer Begrüßung der 19 Teilnehmenden wurde das Netzwerk „Lebendige Dörfer Hoher Fläming“ von Fränze Habedank vorgestellt. Anschließend gab Helmuth Theo Herbert, Ortsvorsteher aus Lühnsdorf, in einem Impulsvortrag einen Überblick über alle wesentlichen Punkte der Rechte und Pflichten von Ortsbeiräten, wobei er sich grundlegend an der aktuell gültigen Kommunalverfassung orientierte.

Ergänzt wurden die Informationen von den Erfahrungen des hauptamtlichen Bürgermeisters von Treuenbrietzen, Herrn Michael Knappe. Siegfried Frenzel ist Mitglied des Gemeinderates im Amt Niemegk und ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Rabenstein/Fläming und ergänzte die Thematik um Informationen zu den Konstellationen eines Gemeinderates in einem Amt. Er stellte ausführlich dar, wie das Gremium gebildet wird und bereicherte den Wissenstransfer mit den Erfahrungen der letzten Wahl und der damit einhergehenden Findung von geeigneten Kandidaten.

In allem war es eine gelungene Veranstaltung für den Auftakt einer Kleinserie zu Themen der bevorstehenden Kommunalwahl im Jahr 2024.

Die Teilnehmenden haben sich gut informiert gefühlt und wünschen sich weitere Möglichkeiten zum Austausch über bspw. die Aufstellung von Wählerlisten und auch über Fristen zur Wahl, sowie einen vorhergehenden Kontakt zu Wahlleitern. Das Engagement des Bürgermeisters von Treuenbrietzen und der damit einhergehende Informationsaustausch ist wirklich beachtlich, zumal er das Regionale Dörfertreffen im Hohen Fläming bereits im letzten Jahr mit einem fachlichen Vortrag unterstützt hat.

Projektzeitraum: 01.06.2023 – 31.10.2023

Doerfertreffen 2023 Infotischund Saal c_Bansen
Plakat Souends of Nachbarschaft 2023

Dörfertreffen im Fläming 2023 – Infotisch ©Bansen

Dörfertreffen im Fläming
Über Kunst zur Sprache - Kunsttherapie mit Geflüchteten

25 Jahre Belziger Forum e.V.

Die Jubiläumsfeier des Belziger Forum anlässlich seines 25-jährigen Bestehens fand am 9. September auf dem Bad Belziger Marktplatz mit etwa 300 Besucherinnen und Besuchern statt, darunter etwa 50 bis 60 Menschen mit Migrationsgeschichte. Es war ein vielfältiges Event, bei dem Menschen aller Altersgruppen vertreten waren.

Durch das Programm führten der Vorsitzende Piet Wam Kat und die Koordinatorin Annie-May Rex, die gemeinsam die verschiedenen Programmpunkte präsentierten. Für das leibliche Wohl sorgten Stände mit internationalem Essen vom Belziger Forum e.V., der Fläming Kitchen und dem Women World Café Projekt.

Darüber hinaus gab es Informationsstände des Belziger Forums e.V., an denen über die Arbeit des Vereins informiert wurde. Für Getränke war ebenfalls gesorgt: Ein Caffee-Stand vom Coffee Bike sowie ein Getränkestand mit alkoholfreien Getränken standen zur Verfügung.

Auch die Unterhaltung kam nicht zu kurz: Live-Bands wie Ézé Wendtoin und Löwe Zitrone sorgten für musikalische Highlights. Die kleinsten Gäste konnten sich über eine Puppenspielerin und eine Geschichtenerzählerin freuen, während die Hüpfburg vom CVJM für zusätzlichen Spaß sorgte. Insgesamt war es ein gelungenes Event, das Menschen unterschiedlicher Hintergründe zusammenbrachte und für eine ausgelassene Atmosphäre sorgte.

Projektzeitraum: 15.06.2023 – 31.10.2023

Plakat Kunstfestival für Freunde

Das Festival Für Freunde fand 2023 in seiner 11. Ausgabe in Dahnsdorf statt und zog an drei Veranstaltungstagen rund 400 Besucher*innen an, darunter viele junge Menschen aus der Region. Das viertägige Programm umfasste insgesamt 33 künstlerische Beiträge aus unterschiedlichen Sparten wie Theater, Performance, Tanz und Musik.

Durch die neue Partnerschaft mit dem Theater im Kino Kreuzberg wurde das Festival zusätzlich inhaltlich und marketingseitig unterstützt – eine Zusammenarbeit, die 2024 fortgeführt werden soll.

Ein besonderer Schwerpunkt lag 2023 auf kulturpolitischen Themen. Erstmals wurde ein politisch relevantes Rahmenprogramm entwickelt, darunter die Vorführung des Films DENNOCH – Zur Lage der Freien Künste, der die Arbeitsbedingungen freier Künstlerinnen während der Pandemie beleuchtet. Anschließend diskutierten Vertreterinnen des Fonds Darstellende Künste, des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur Brandenburg, des Landesverbandes Freie Künste sowie die Festivalleitung mit dem Publikum über die Situation der Freien Szene – insbesondere im ländlichen Raum.

Damit setzte das Festival ein deutliches kulturpolitisches Signal und stärkte seine Rolle als Plattform für Austausch und Sichtbarkeit.

Plakat Kunstfestival für Freunde
Das künstlerische Programm war breit gefächert und gesellschaftlich relevant. An jedem Abend wurde das Festival mit einem Konzert aus einem anderen Musikgenre abgeschlossen, was großen Zuspruch fand. Neun Beiträge kamen von Kunstschaffenden aus Brandenburg. Hervorzuheben ist die erste Eigenproduktion des Festivals: LEBEN IM BAUKASTEN, ein Stück zur synthetischen Biologie, das wissenschaftliche Themen durch künstlerische Methoden zugänglich macht. Weitere Programmpunkte beschäftigten sich mit familiären Verlustprozessen, boten Improvisationsworkshops oder thematisierten soziale und gesellschaftliche Fragen.

Ein wichtiger Schwerpunkt lag auf Teilhabe, Inklusion und kultureller Bildung. Drei Kindertheaterstücke aus Brandenburg und der EU griffen Themen wie Migration, Heimat und Diversität auf und wurden sehr gut besucht. Internationale Tanzproduktionen thematisierten u.a. traditionelle Rituale oder den Umgang mit Wasserknappheit – ein hochaktuelles Thema in Brandenburg. Darüber hinaus boten inklusive Ensembles wie Lutz Mauk und der Bunte Haufen Workshops an, die Barrieren abbauten und Begegnung ermöglichten.

Digitale Angebote wurden über den Medienpartner ALEX BERLIN erweitert: Programmpunkte wurden live gestreamt, Interviews aufgezeichnet und über die Plattform DIGIVAL bereitgestellt, sodass auch ein digitales Publikum Teil des Festivals werden konnte.

Insgesamt nahmen etwa 300 Gäste, 100 Künstler*innen und rund 50 Teammitglieder teil. Das Festival erreichte Menschen aller Generationen, aus Brandenburg sowie aus urbanen Räumen. Durch die Mischung aus professionellem Kunstprogramm, inklusiven Angeboten und niedrigschwelliger Atmosphäre entstand ein kulturell vielfältiger, demokratischer und diskriminierungsfreier Raum. Das Festival förderte kulturelle Bildung im Fläming, setzte Impulse zu aktuellen gesellschaftlichen Themen und stärkte die regionale Kulturszene nachhaltig.

Rückmeldungen von Besucherinnen und beteiligten Künstlerinnen bestätigten die besondere Atmosphäre und die hohe Bedeutung des Festivals für die Region. Viele beschrieben das Festival als offenen Ort, an dem Neues erlebt werden kann, Begegnungen möglich sind und Kunst sich frei entfalten darf.

Projektzeitraum: 01.06.2023 – 31.12.2023

L’Chaim! Die Vielfalt jüdischen Lebens in Deutschland entdecken“

Die Ausstellung “ jüdisches Leben in Deutschland“ bietet einen faszinierenden Einblick in die vielfältige und dynamische jüdische Gemeinschaft, die heute in Deutschland existiert. Durch eine ansprechende Präsentation auf 11 Rollups wird den Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit geboten, die reiche Geschichte, die kulturelle Vielfalt und die aktuellen Entwicklungen des jüdischen Lebens in Deutschland zu erkunden. Die Ausstellung „Lebendiges jüdisches Leben in Deutschland“ bietet somit eine einzigartige Gelegenheit, das heutige jüdische Leben in seiner ganzen Lebendigkeit zu erleben und zu würdigen. Sie fördert das Verständnis, die Wertschätzung und den interkulturellen Dialog und trägt zur Stärkung der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland bei.

Die Ausstellung soll im Rahmen der jüdischen Wochen im November bzw. in der Zeit davor oder danach in Bad Belzig gezeigt werden. Hierzu sollen lokale jüdische Gemeinden und Vereine hinzugezogen werden.

Gegenstand dieses Antrages ist die Finanzierung der Herstellunsgkosten für die 11 RollUps. Die Finanzierung soll über einen Gemeinschaftsantrag von drei PfDn realisiert werden.

Sie richtet sich insbesondere an Menschen, die kaum oder keine Berührungspunkte zum Judentum haben, ist aber auch für diejenigen spannend, die mehr Einblick in gegenwärtige jüdische Lebenswelten bekommen wollen. Die interviews mit den Porträtierten gehen nicht nur auf Religionspraxis oder das individuelle Jüdischsein ein, sondern thematisieren den Alltag von Juden:Jüdinnen in Deutschland.

Sie liefern Informationen zu Fragen wie Heimat, Migrationserfahrung, Minderheit, Religion, Sexualität und vielem mehr. Um eine vertiefende Auseinandersetzung mit dem Thema zu ermöglichen, gibt es entsprechendes pädagogisches Material.
Das Material befindet sich auf https://lchaim.berlin/, wo neben den Themenfilmen aller bisherigen Ausstellungen die Biografien der Protagonist:innen sowie ein Glossar zu finden sind.

Kern der Ausstellung bilden die Porträts von Juden:Jüdinnen, die durch ihre persönliche Sichtweise auf die unterschiedlichen Aspekte jüdischen Lebens in einer nicht-jüdischen Umwelt eingehen. Im Zentrum stehen dabei Menschen, die aufgrund ihrer unterschiedlichen Bezüge zum Judentum und dem Leben insgesamt die Ausstellung bereichern.

Projektzeitraum: 01.07.2023 – 31.10.2023

Mutter-Tochter-Empowerment 2023
Mutter-Tochter-Empowerment 2023

Mutter und Tochter Empowerment Projekt für Frauen in Potsdam-Mittelmark

Die Frauengruppe, bestehend aus Frauen unterschiedlicher Nationalitäten, Religionen, Altersgruppen und Persönlichkeiten, war sehr aufgeschlossen und offen für die vorgeschlagenen Spiele und theatralischen Übungen. Wir begannen den Prozess damit, einen gemeinsamen Rhythmus für die Gruppe zu finden, der durch Körperpercussion-Übungen erreicht wurde. Dann spielten wir mit den Namen der Teilnehmerinnen, kombinierten körperliche und stimmliche Improvisationen und ließen sie frei, um zu kreieren und Spaß zu haben. An diesem Punkt war der Weg für neue Entdeckungen offen, wie zum Beispiel ihre Art zu gehen, sich um ihre Kinder zu kümmern, wie schön ihre physiognomischen Merkmale sind und ihre Haare – lang, kurz oder unter dem Hijab. Während des Workshops war die Gruppe interessiert und glücklich, den spielerischen Raum zu genießen, während sie reflektierte, sich selbst pflegte und liebte.

Wir hatten auch Momente der Entspannung, Gespräche, des Austauschs von Erfahrungen, Erwartungen und Wünschen. Die Frauen diskutierten außerdem über ihre Frauenrechte, warum es wichtig ist, ihre Rechte zu verstehen, denn Frauenrechte sind Menschenrechte und sie haben das Recht auf menschliche Gleichheit. Wir beendeten den Tag mit Tanz und einem produktiven Feedback-Kreis, in dem wir uns umarmen konnten und diesen kraftvollen Tag in unserem Leben feierten.

Auch die Kinder genossen den Workshop und nahmen manchmal an den Sitzungen teil. Außerdem wurden sie zu spielerischen Spaziergängen in der Natur sowie zum Schwimmen mit Eiscreme in der Sonne mitgenommen. Die Idee war, die Mütter dabei zu unterstützen, konzentriert zu bleiben, ohne sich um Stress oder die Betreuung der Kinder kümmern zu müssen. Die Frauen kochten zusammen und teilten Verantwortlichkeiten, hatten Spaß und lernten voneinander.

Projektzeitraum: 01.07.2023 – 31.10.2023

Empowerment-Workshop:Mein äußeres Erscheinungsbild

Am 1.11. 23 fand in Kooperation mit 2 Referentinnen des Muslimas Netzwerk Brandenburg und dem Verein Women and Girls United e.V. ein Workshop für Frauen statt.

Über die Thematik des äußeren Erscheinungsbildes diskutierten wir über das gesellschaftliche Bild der Frau und damit einhergehende Stereotype und Vorurteile. Der Workshop wurde in einfachem Deutsch und Englisch durchgeführt und wurde durch eine leicht verständliche Präsentation begleitet. Wir sprachen über Diskriminierungsrisiken und Diskriminierungsformen, wie antimuslimischer Rassismus, „anti-schwarzer“ Rassismus und Sexismus und über unsere Erfahrungen mit Diskriminierung. Dabei wurde schnell klar, dass alle Teilnehmerinnen bereits Erfahrungen mit den unterschiedlichen Diskriminierungsformen hatten. Im geschützten Raum und gestützt von den zwei Referentinnen konnten Geschichten geteilt werden und es konnte festgestellt werden, dass die Teilnehmerinnen selbst nicht an individuellen Diskriminierungsmechanismen schuldig sind, aufgrund ihres Aussehens, ihrer vermeintlichen oder tatsächlichen Religion, oder ihres Kleidungsstils, sondern dass diese ein strukturelles gesellschaftliches Problem darstellen.

Diese Erkenntnis führte zu dem selbstwirksamen Gedanken der Selbstermächtigung, und des Zugehörigkeitsgefühls zu einer Gruppe und hatte trotz des schwerwiegenden Themas eine Positivität in sich.

Projektzeitraum: 10.09.2023 – 31.10.2023

internationaler Schachkurs für Anfänger

Gegenstand dieser Abrechnung ist das Projekt „internationaler Schachkurs für Anfänger“ den wir stellvertretend für Ihor Anikushkin getragen haben.

Herr Anikushkin kam 2022 aus der Ukraine und hat sich schnell integriert udn wollte ein Beitrag für die Gesellschaft leisten. Der internationale Schachkurs wurde für Kinder und Jugendliche aller Nationalitäten angeboten und fand jeden Donnerstag im Kulturzentrum der Stadt Bad Belzig statt.

Es kamen zwischen vier und neun Kinder und Jugendliche pro Termin. Teilweise war auch eine erwachsenen Person dabei. Sie kamen sowohl aus Deutschland, der Ukraine und sogar aus Russland als auch eine Person, die vereinzelt teilnahm, aus Südafrika.

Projektzeitraum: 09.08.2023 – 31.10.2023

Mutter-Tochter-Empowerment 2023

„Demokratisches Theater für Schülerinnen und Schüler:
Wir bestimmen mit, was gespielt wird!“

Der Besuch des Theaterstücks unter dem Titel „Demokratisches Theater:
Jeder kann mitbestimmen, was gespielt wird“ hat es den Schüler/-innen ermöglicht, eine andere Form der Kunst und Kultur kennenzulernen und ihr kulturelles Verständnis zu erweitern. Mit gleichaltrigen Mitschülern unserer Schule konnten die Jugendlichen miteinander an einem Projekt teilnehmen, was gegenseitige Akzeptanz voraussetzt und stärkt. Die Teilnehmer hatten viel Freude an der Veranstaltung, brachten rege Ideenvorschläge und wertschätzten offenkundig die Arbeit der Schauspieler und Schauspielerinnen, indem sie sich abschließend bei ihnen bedankten. In der Schule gab es positives Feedback und den Wunsch, derartige Projekte öfter durchzuführen.

Kontaktaufnahme und Absprachen mit dem Kleinkunstwerk e. V. zur Realisierung des Projekts. Ausblick für die Schülerinnen und Schüler vor der Veranstaltung sowie Besprechung der Abläufe. Ergebnis: Schüler haben demokratisches Theater kennengelernt, indem sie aktiv und demokratisch am Verlauf des Stückes mitgewirkt haben, haben sie gezeigt, dass sie tolerant und rücksichtsvoll mit der Meinung anderer umgehen können. Folgende Ziele wurden erreicht: kommunikative Kompetenz, Demokratieverständnis, soziale und kulturelle Kompetenz; Fazit: Die Schülerinnen und Schüler waren während der Veranstaltung aufmerksam und engagiert dabei und lobten die Leistung der Schauspieler im Anschluss an die Veranstaltung.

Projektzeitraum: 01.11.2023 – 31.10.2023

Reden mit Händen und Füßen

Das Projekt zielt darauf ab, deutschsprachige Menschen – insbesondere in monolingualen Regionen aufgewachsene Brandenburger – darin zu befähigen, ihre Sprachverwendung flexibel an das Sprachniveau ihres Gegenübers anzupassen, insbesondere im Kontakt mit Migrantinnen und Migranten sowie Personen mit Verständnisschwierigkeiten.

Auf Grundlage der Erfahrungen aus gemeinsamen Spielenachmittagen erwerben die Teilnehmenden kommunikative Kompetenzen, die sie im privaten wie beruflichen Alltag anwenden können, um Barrieren abzubauen und das Zusammenwachsen von Alteingesessenen und Zugezogenen zu fördern.

Gleichzeitig erhalten teilnehmende Migrantinnen und Migranten die Möglichkeit zu erfahren, dass für den Austausch mit Muttersprachlern keine perfekten Deutschkenntnisse erforderlich sind. Dies stärkt ihr Vertrauen, vermehrt aktiv auf deutsche Gesprächspartner zuzugehen.

Durch diese beiderseitige Befähigung zur Annäherung wird der Exklusion von Menschen mit anderen Herkunftssprachen entgegengewirkt und der Entstehung von Parallelgesellschaften vorgebeugt.

Projektzeitraum: 15.11.2023 – 31.10.2023

Vorweihnachtlicher (Netzwerk)Empfang in der Begegnungsstätte „die Klinke 1″

Für den 11.12.2023 wurden engagierte Bürgerinnen des Klinkengrundes, Nutzerinnen und Nutzer der „Klinke 1“, Vertreter sozialer und gewerblicher Einrichtungen, kommunale Akteure sowie weitere Kooperationspartner zu einem vorweihnachtlichen Empfang eingeladen. Etwa die Hälfte der Eingeladenen nahm teil; einige mussten kurzfristig absagen.

Ziel der Veranstaltung war es, für die gute Zusammenarbeit zu danken und einen informellen Austausch zu ermöglichen. Dies gelang in angenehmer Atmosphäre trotz schlechten Wetters sehr gut. In den Begegnungsräumen entstanden vielfältige Gespräche. Eine Fotoaktion zur Verortung der Gäste im Klinkengrund sowie eine Wunschbaum-Aktion boten zusätzliche Impulse.

Die Idee eines künftig regelmäßig tagenden Stadtteilgremiums wurde erstmals vorsichtig abgefragt; aufgrund der informellen Stimmung und der Abwesenheit einiger aktueller Gremiumsmitglieder wird dies 2024 weiterverfolgt.

Die Durchführung wurde durch ehrenamtliche Unterstützung erleichtert. Pressevertreter konnten trotz Einladung nicht teilnehmen; ein Artikel erschien stattdessen auf der Website www.soziale-stadt-klinkengrund.de
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Ein ursprünglich geplanter gemeinsamer Raclette-Abend des engeren Nutzerkreises musste krankheitsbedingt verschoben werden. Das angeschaffte Raclette-Gerät steht nun für zukünftige Gruppenangebote und interkulturelle Veranstaltungen zur Verfügung.

Der Empfang wurde durch die Partnerschaft für Demokratie Hoher Fläming unterstützt.
Projektzeitraum: 20.11.2023 – 31.10.2023