PfD HOHER FLÄMING
Partnerschaft für Demokratie
Projekte 2024
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Du hast den Hut auf!
Die „Partnerschaft für Demokratie Hoher Fläming“ arbeite bereits seit 2015 aktiv an Kinder- und Jugendbeteiligung.
Der Maßnahmenplan von dem Jugendbeteiligungsfonts „Du hast den Hut auf!“ dienten ab 2016 dem Neustart unserer Anstrengungen in Sachen KInder- und Jugendbeteiligung. Dazu wurden wir vom Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und vom Landkreis Potsdam-Mittelmark für das Jahr 2024 mit insgesamt 19.000 € (15.000€ + Aufstockung von 4000€) ausgestattet.
Kinder und Jugendliche im Alter von 0 bis 27 Jahren können über unserer Homepage unkompliziert Gelder und Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Projektideen – im Bereich Kultur, Sport und Bildung – im Hohen Fläming beantragen.
Unser Ziel ist es, auf diesem Wege, die niedrigschwellige, aber aktive Beteiligung von Kindern und Jugendlichen auf lokaler Ebene zu fördern.
Parallel dazu wurden die lokalen Initiativen von Kindern und Jugendlichen in Zusammenarbeit mit Schulsozialarbeiter/innen, Jugendkoordinator/innen und den Aktiven in den Familienzentren angeschoben und bestehende Initiativen in den Gemeinden und Städten unterstützt.
Insgesamt 23 Kinder- und Jugendprojekte haben sich im Jahr 2024 für eine Förderung beworben.
Die beantragte Fördersumme lag bei 21.100,00€. Somit konnten 20 Projekte mit der komplett beantragten Fördersumme finanziert werden – ein Projekt erhielt den anteiligen Betrag. Somit konnte die gesamte jährliche Fördersumme ausgeschöpft werden.
Einzelne Projekte
- Kleine Handwerker Lütte
- Musikerwochenende Bad Belzig
- Unser Bauwagen Fredersdorf
- Alle unter einem Dach Ragösen
- Unter meinen Füßen Niemegk
- Colle Cocktails ohne Alkohol Wiesenburg
- Spieleevent Wiesenburg
- Lehmbackofen Treuenbrietzen
- Kleine Baureporter Niemegk
- StrohSplashPool Bergholz
- Integration durch Sport und Spiel Bad Belzig
- Hecke, Hecke für die Schnecke Treuenbrietzen
- Ostseecamp 2024 Golzow
- Community Family Borkheide
- Gesund aufwachsen Dahnsdorf
- Spiel, Satz & Grill Locktow
- Theater, Theater – der Vorhang geht auf! Bad Belzig
- Kinderdisco – Freude am Tanzen Treuenbrietzen
- Psst Leise – wir machen eine Entspannungsreise
- Kleine Helfer brauchen Unterstützer Kuhlowitz
- Tag der Sinne Wiesenburg
- Jugenddisco Brück
- Frühlingsjahrmarkt Bad Belzig
Die Jugendlichen und Kinder stimmen bei den „Tagen der Entscheidung“ direktdemokratisch und auf digitalem und analogen Wege darüber ab, welche der Projekte finanziell gefördert werden sollen.
Schon im zweiten Jahr arbeiten wir bei der Antragstellung und bei den „Tagen der Entscheidung“ über das digitale Tool „Pengueen“. Damit sind die geltende Datenschutzverordnung eingehalten. Alle Kinder und Jugendliche mit Internetzugang und entsprechendem Endgerät können sich auf der Plattform PENGUEEN einmalig anmelden und die Projektideen genau ansehen und anschließend wählen.
Für kleinere Kinder – z.B. im Kita, Hort, Schule oder in Vereinen – kann ein/e Wahlhelfer/in mithilfe von Wahlzetteln die Stimmen der Jüngsten einsammeln und anschließend auf PENGUEEN eintragen.
Gefördert werden konnte durch „DhdHa!“ z.B. der Frühlingsjahrmarkt – die Schüler*innen des Fäming-Gymnasiums haben ein großes Frühlingsfest mit Spiel und Spaß und Live-Hausmusik für alle Schüler*innen, zukünftigen Schüler*innen, Angehörige, Lehrer*innen und Interssierte organisiert.
Jugendliche aus Fredersdorf haben die Fördergelder dafür genutzt ihren Jugendbauwagen nach ihren Vorstellungen auszustatten. Dabei war jede Menge Eigeniniative beim Auf- und Einbau gefragt.
Das ist das Ziel des Kinder- und Jugendbeteiligungsfonds „Du hast den Hut auf!“. Durch eine gelungene Partizipation erfahren unsere jungen Menschen, dass es sich lohnt sich einzubringen. Sie sollen erfahren dürfen, dass ihre Entscheidungen unmittelbare Veränderungen, für ihr eigenes Leben und das ihrer Mitmenschen, bewirken können.
Mehr Info: https://duhastdenhutauf.de
Projektzeitraum: 01.01.2024 – 31.03.2024
Öffentlichkeitsfonds 2024
Der Öffentlichkeitstopf ist eine wichtige Einrichtung der PfD Hoher Fläming zur Finanzierung von Öffentlichkeitsmaßnahmen und auch Kleinveranstaltungen aller Art, die zur Vernetzung und zum Austausch dienen. Wichtig hierbei ist, dass auch diese Kosten im Begleitausschuss via Antrag diskutiert und bewilligt werden, sodass hier Transparenz innerhalb der PfD hergestellt wird. Im Jahr 2024 gab es wieder v.a. Öffentlichkeitsarbeit für den Jugendfonds. Diese bestand v.a. aus Werbung bei Instagram und Facebook sowie Flyern und Plakaten. Weiterhin haben wir Materialien nachbestellt und unseren Flyer aktualisiert.
Wichtig war wieder der Kleinveranstaltungstopf, in dem auch 2024 kleinere Veranstaltungen abgerechnet wurden. Allen voran war dies das erfolgreiche Schultheaterstücks „Raus bist du“ des „Theater Eukitea“ in der Geschwister-Scholl-Grundschule und das Projekt „Stammtischkämpfer*innen-Seminar“. Hinzu kommt die Mit-Organisation von eigenen Veranstaltungen und öffentlichkeitswirksamen Aktionen und nicht zuletzt die Jugendbeteiligung.
Auch wurde die Digitalisierung durch die Plattform Pengueen erfolgreich durchgeführt.
Weiterhin gehörten im Jahr 2024 u.a. die Aktionen im Rahmen der internationalen Wochen gegen Rassismus mit dem „Fest der Vielfalt“, das Coaching der PfD, das wieder durch Norbert Poppe durchgeführt wurde. Die Vorbereitungstreffen der „Mitmachkonferenz“ und auch die „Mitmachkonferenz“ selbst, die Mitorganisation von Jugendbeteiligungsformaten und nicht zuletzt einige Infostände der KuF auf diversen Veranstaltungen sowie die Mit-Organisation des lebendigen Adventskalenders in Bad Belzig.
Projektzeitraum: 01.01.2024 – 31.12.2024
Wenn Orte sprechen – Dahnsdorf
Durchführung des Theaterstücks BRACHLAND – Ein Stück aus Dahnsdorf entwickelt und dreimal aufgeführt. Es hatte beim Festival für Freunde 2024 Premiere vor fast 200 Zuschauer*innen und an den beiden Tagen im September haben es nochmal 150 Menschen gesehen. Wir haben Interviews mit Menschen aus Dahnsdorf durchgeführt und der Ort war ein ehemaliger LPG-Kuhstall, der zu einem Kulturort umgebaut wird. Diese Geschichte haben wir in den Fokus gestellt und das Stück begeistert weiterhin viele Menschen.
In 2025 haben wir in Hannover, Indien und Dahnsdorf gespielt und planen weitere Vorstellungen in München, Hamburg und Berlin. Das Stück BRACHLAND erzählt eine Wendegeschichte über Verlust und Neuanfang. Es beleuchtet, wie Vater und Tochter auf den Zusammenbruch der DDR reagieren und zeigt ihre Lebenswege bis in die Gegenwart. Es fragt nach den bestimmenden Werten von Identität, Freiheit, Gemeinschaft und Respekt.
BRACHLAND basiert auf biografischen Erzählungen und wurde für die Premiere im August 2024 am historischen Ort, dem ehemaligen LPG-Kuhstall in Dahnsdorf (Brandenburg), in Szene gesetzt. Wir haben das Geld genutzt und ein Stück entwickelt an einem Ort, was zu einem vollen Erfolg geworden ist.
Projektzeitraum: 01.05.2024 – 30.09.2024
POC & Bpoc-Treffen im Sandberger Kreativsudio
Im Rahmen des Projekts wurde ein regelmäßiges BIPoC-Treffen im Sandberger initiiert und umgesetzt.
Ziel war es, einen geschützten Raum ausschließlich für BIPoC-Personen (Black, Indigenous, and People of Color) zu schaffen, in dem Austausch, Empowerment und gegenseitige Unterstützung im Vordergrund stehen. Die Treffen fanden in regelmäßigen Abständen statt und wurden jeweils im Vorfeld über die sozialen Medien sowie durch Aushänge im Sandberger beworben.
Die Gestaltung der Treffen erfolgte bedarfsorientiert – mal stand der gemeinsame Austausch im Mittelpunkt, mal wurden gezielt thematische Impulse oder kleine kreative Angebote eingebracht. Ergebnisse: Das Angebot wurde von der Zielgruppe positiv angenommen.
Besonders hervorgehoben wurde von den Teilnehmenden der wertschätzende und diskriminierungs-sensible Rahmen.
Projektzeitraum: 01.01.2024 – 31.12.2024
Zeitreise in die Welt von Albert Baur
Das Projekt besteht aus einer Ausstellung zu Albert Baur mit einer dazu passenden Vortragsreihe.
Diese Vorträge widmen sich dem Leben und wirken Albert Baurs in Bad Belzig aus neuen Dokumenten, die aus seinem kürzlich nach Bad Belzig übergebenen Nachlass stammen. Dazu gehören Briefe aber auch predigten und Urkunden.
Teile dieses Nachlasses sollen in einer neuen Ausstellung gezeigt werden und mit Vorträgen, die zu jeder Ausstellungstafel separat gehalten werden sollen. Mit der Veranstaltungsreihe wollen wir ein Zeichen für demokratisches Engagement in schwierigen Zeiten setzen, denn Albert Baur war einer der ersten Demokraten in unserer Region und könnte mit seinem Engagement noch heute ein Vorbild sein.
Geplante Vorträge:
1. Gerd Steins „Jahn, das Vereinswesen und ein Schritt hin zur Demokratie“ (Vereinsgründung Turnverein in Belzig durch A. Baur)
2. Bärbel Kraemer /Richter „Das Schulwesen in Belzig z. Zt. Albert Baur und seine Funktion im Schulwesen“
3. Dr. Iris Berndt „Welchen historischen Wert haben die Zeichnungen Albert Baur für Bad Belzig.“ Hinweis Buch „Albert Baur und die Kunst“
4. Kaltenbach/Fohrer „Der Friedensgedanke anhand der Skulpturen vor dem Kulturzentrum“ Die Straße des Friedens und Steine ohne Grenzen Aktion Friedenseiche von Albert Baur
5. Dr. Christiane Moldenhauer „Theologisches von Albert Baur“
6. Klaus Pomp „Albert Baur im Spiegel der Literatur“
Ausstellung zu den Vorträgen
1. Ausstellungstafel: Lebensbild Albert Baur
2. Zu Gerd Steins : Ausstellungstafel mit Dokumenten „Aufruf zur Vereinsgründung in Belzig“ Ehren-Urkunden der Turner für Albert Baur.
3. Zu Bärbel Kraemer: Ausstellungstafel mit Privatzeugnissen von Baur als Privatlehrer ausgestellt – Zeugnisse aus dem ordentlichen Schulbereich – schriftliche Sündenbekenntnisse von Konfirmanden um zur Konfirmation zugelassen zu werden.
4. Zu Dr. Iris Berndt: Ausstellungstafel mit Zeichnungen und Fotos von Baur
5. Zu Kaltenbach/Fohrer: Die Künstler stellen zwei Steinskulpturen Zur Verfügung und an der Ausstellungstafel Hinweise auf die Straße des Friedens und Steine ohne Grenzen Pressebericht über die Pflanzung der Friedenseichen von Albert Baur
5. Zu Dr. Christiane Moldenhauer: Ausstellungstafel mit Predigttext und Hinweis auf seine beiden Bücher
Projektzeitraum: 01.01.2024 – 31.12.2024
internationaler Schachkurs für Anfänger
Der internationale Schachkurs wurde bereits 2023 für Kinder und Jugendliche aller Nationalitäten angeboten und fand jeden Donnerstag im Kulturzentrum der Stadt Bad Belzig statt.
Dieses Projekt haben wir im Jahr 2024 fortgeführt, da es gut angenommen wurde.
Es kamen zwischen vier und neun Kinder und Jugendliche pro Termin, teilweise war auch eine erwachsene Person dabei. Sie kamen sowohl aus Deutschland, der Ukraine und sogar aus Russland. Die Kinder und Jugendlichen konnten im Schachkurs das Schachspiel lernen und trainieren. Sie lernten Fair Play und somit auch, wie man miteinander fair umgehen und aneinander wachsen kann.
Das Projekt war ursprünglich nur bis Ende August geplant, wurde dann innerhalb des Jahres verlängert und bis ans Ende des Jahres ausgeweitet.
Projektzeitraum: 01.01.2024 – 31.10.2024
Nein zur digit@len Gewalt
Im Rahmen des Projekts „Nein zur digitalen Gewalt“ wurden an der Gesamtschule Treuenbrietzen fünf Klassen im direkten Unterrichtskontext besucht. Jede Klasse erhielt einen sechsstündigen Projekttag, der methodisch vielfältig aufgebaut war und zentrale Themen wie Cybermobbing, Hate Speech, digitale Sicherheit und respektvolles Verhalten im Netz behandelte. Der Ablauf kombinierte theoretische Impuls e mit interaktiven Elementen wie Rollenspielen, Gruppenarbeiten und Diskussionen, um die Schüler*innen aktiv einzubeziehen und zur Reflexion ihres eigenen digitalen Verhaltens anzuregen.
Die Workshops wurden altersgerecht angepasst und auf die Bedürfnisse der jeweiligen Klassen abgestimmt. Ziel war es, die Medienkompetenz zu stärken und konkrete Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit digitaler Gewalt aufzuzeigen. Die Schulsozialarbeiterin Frau Holzhausen begleitete die Durchführung engagiert und betonte im Nachgang den großen Mehrwert der Maßnahme.
www.nein-zur-digitalen-gewalt.de
Projektzeitraum: 22.02.2024 – 31.12.2024
Projekttag Anne Frank – eine Geschichte für heute
Am 13.03.2024 unternahm die Klasse 6b der Grundschule Brück eine Exkursion nach Berlin zur politischen Bildung. Die Anreise erfolgte mit dem RE7 ab Bahnhof Brück, bis zum Berliner Hauptbahnhof.
Anschließend besuchte die Gruppe den Deutschen Bundestag und nahm an einer Besichtigung der Glaskuppel mit Audioguides teil, die einen ersten Einblick in politische Strukturen und die Arbeitsweise des Parlaments vermittelte.
Im Anschluss führte der Weg entlang der Spree zum Anne-Frank-Zentrum. Dort wurden die Schülerinnen und Schüler in zwei Gruppen durch die Ausstellung geführt. Die etwa zweistündigen Führungen boten vielfältige Informations- und Mitmachangebote, darunter Texte, interaktive Elemente sowie Materialien, die auch für blinde und gehörlose Menschen aufbereitet waren. Zudem hatten die Kinder die Möglichkeit, selbst kreativ zu arbeiten und Aufgabenblätter zu bearbeiten.
Die Exkursion knüpfte unmittelbar an die im Unterricht behandelten Themen Demokratie und Nationalsozialismus an. Viele Inhalte konnten vertieft werden, besonders zu Anne Franks Lebensgeschichte, ihren Erfahrungen im Versteck sowie zum historischen Kontext des Holocaust. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler erhielten dadurch einen wichtigen Perspektivwechsel und ein erweitertes Verständnis für demokratische Werte und historische Verantwortung.
Der Exkursionstag wurde durch Mittel des Aktionsfonds der Partnerschaft für Demokratie Hoher Fläming gefördert. Wir bedanken uns ausdrücklich für diese Unterstützung, die die Durchführung des Projekts ermöglicht hat.
Projektzeitraum: 01.01.2024 – 30.06.2024
Internationale Wochen gegen Rassismus 2024
Die Internationalen Wochen gegen Rassismus ist eine weltweite Initiative, die im Jahr 2024 vom 11. bis 23. März stattgefunden hat. Ihr Hauptziel ist es, Bewusstsein für Rassismus und Diskriminierung zu schaffen, die Toleranz und Akzeptanz zu fördern, für Diversität einzustehen und das Demokratiebewusstsein in unserer Region zu stärken.
Im Jahr 2024 war der Hohe Fläming ein herausragender Veranstaltungsort für diese wichtige Initiative. Wie im vorigen Jahr haben sich wiederholt diverse Organisationen und Initiativen für verschiedene Mikroprojekte angemeldet. Zu den Projekten gehörten Filmvorführungen, Diverse Schulprojekte, Interkulturelle Angebote für Kinder, Vorträge, Internationale Cafés und Feste.
Das bereits im letzten Jahr erstellte gemeinsame Logo und die Banner wurden wieder von jeder geförderten Institution als Zeichen der gemeinsamen Aktion aufgehangen. Es wurden im Hohen Fläming insgesamt 24 geförderte und zwei weitere, kostenneutrale, Aktionen an verschiedenen Orten und in verschiedenen Institutionen organisiert, darunter Kitas, Schulen, Familienzentren und andere. Diese Aktivitäten boten eine breite Palette von Möglichkeiten, um die Botschaft der Akzeptanz und Vielfalt zu verbreiten. hinzu kommen noch Antirassismus-Workshops der Koordinatorin für interkulturelle Arbeit, Annie-May Rex, mit Fachkräften aus dem sozialen Bereich und wieder das Fest der Vielfalt als Abschlussveranstaltung.
Projektzeitraum: 22.02.2024 – 31.07.2024
Einzelne Projekte
- Vielfalt verbindet – Gemeinsam gegen Diskriminierung (Treuenbrietzen)
- Beteiligung Fest der Vielfalt / Projekt mit den jungen Müttern (Bad Belzig)
- Kein Platz für Rassismus (Treuenbrietzen)
- Brück ist bunt wie ein Kaleidoskop (Brück)
- „Platz für Vielfalt“ (Niemegk)
- Vielfalts-Frühlingsfest mit Anwohnern (Treuenbrietzen)
- RASSISMUS – GRENZENlos verMESSEN (Treuenbrietzen)
- Friedenskraniche falten (Bad Belzig)
- Gemeinsames „Fasten brechen“ (Bad Belzig)
- Fit zum Thema Menschenrechte (Brück)
- Die Welt bei uns (Bad Belzig)
- Internationale Koch- und Begegnungswoche in der „Klinke 1“ und Infotisch beim „Fest der Vielfalt“ (Bad Belzig)
- Mit dem Club der Mehrsprachigkeit um die Welt (Ziesar)
- Anti-Rassismus to go (Bad Belzig)
- Friedensteppich – eine Möglichkeit für friedliche Lösungen (Wiesenburg)
- Neon Blacklight (Wiesenburg)
- Familiencafé zum Thema „Verschieden und verbunden“ (Wiesenburg)
- Regenbogenfamilientreffen (Wiesenburg)
- Gefühle verstehen für mehr Akzeptanz und Miteinander (Wiesenburg)
- Graffiti-Projekt „Vielfalt der Kulturen“ (Bad Belzig)
- Du und Ich und Wir zusammen – eine Bücherreise zur schönen Vielfalt dieser Welt (Bad Belzig)
- „Eisbergmodell“ – erkenne deine eigenen Vorurteile und Stereotype (Wiesenburg)
- Filmscreening mit Diskussion (Bad Belzig)
- Diversität in Kinderhänden (Bad Belzig)
- Fest der Vielfalt (Bad Belzig)
In Tuba Wild
Das Projekt führt mit einem mobilen Tonstudio durch den Hohen Fläming, um Menschen unterschiedlicher Herkunft über gemeinsames Musizieren in Kontakt zu bringen. Der Musiker und Produzent Jonas (33) sucht dafür lokal Musiker*innen sowie musikalisch interessierte Personen auf, um gemeinsam improvisierte Stücke zu entwickeln.
Ausgehend von einem persönlichen Klang und ohne technische Voraussetzungen entsteht ein musikalischer Prozess, der Vertrauen schafft und niedrigschwellige Begegnungen ermöglicht.
An das Musizieren schließen sich vertiefende Gespräche über Lebenswege, Perspektiven und Erfahrungen an – bei Bedarf mit Dolmetschen. Aus Musikstück, Gespräch und Reflexion werden Podcastfolgen produziert, die kostenfrei veröffentlicht werden und einen authentischen Einblick in Begegnungen, kulturelle Vielfalt und das Zusammenleben im ländlichen Raum geben.
Der Studiovan und die Tuba dienen dabei als prägnante Elemente für Storytelling und Öffentlichkeitsarbeit. Ziel des Projekts ist es, Potenziale zwischen Menschen, Klängen und Orten sichtbar zu machen, neue Brücken des Verständnisses zu bauen und positive, verbindende Momente in der Region zu stärken.
Projektzeitraum: 01.04.2024 – 31.07.2024
Interkulturelles Café
Es gab in diesem Jahr insgesamt 3 Termine für das interkulturelle Café in Bad Belzig, den 31.05, den 13.09 und den 29.11.2024.
Am 31.05. nahmen wir den Tag der Nachbarn zum Anlass, ein interkulturelles Café direkt vor dem EDEKA Wipfli im Klinkengrund zu veranstalten. Das Quartiersmanagement des Klinkengrundes hatte für diesen Tag einen Aktionstag für und mit den Nachbarn und Nachbarinnen im Klinkengrund geplant, an dem wir uns beteiligten, um mit den Menschen vor Ort über die Themen Nachbarschaftlichkeit und interkulturelle Themen ins Gespräch zu kommen. Außerdem gab es das Angebot Grußkarten für den eigenen Nachbarn oder Nachbarin zu basteln, eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen zu essen und in den Austausch zu gehen. Einige freuten sich über das Angebot, blieben stehen oder setzten sich zu uns. Andere hatten keine Zeit oder wollten das Angebot zum Austausch nicht wahrnehmen.
Wir diskutierten mit älteren Menschen über Herausforderungen wie Sprachbarrieren mit den Nachbarn, über Probleme, die den Müll betreffen und über kulturelle Unterschiede. Wir hörten zu und versuchten auf Vorbehalte hinzuweisen, oder sie zu entkräften. Dies war herausfordernd und funktionierte nicht immer. Bei einigen stellte sich oft heraus, dass die Unzufriedenheit in anderen Themenbereichen liegt, einige sich allein fühlen, und in Entscheidungsprozesse nicht involviert werden. Wir sprachen auch mit Menschen mit Migrationsgeschichte, die im Klinkengrund leben. Sie haben auch Sorgen geäußert, die ebenfalls mit Teilhabemöglichkeiten verbunden sind. So finden sie oft keine Arbeit, keinen Sprachkurs und haben Sorgen, die sich oft auf behördliche Belange beziehen. Die Kinder machten Gebrauch vom Bastelangebot und bastelten Grußkarten.
Am 13.09. gestalteten wir das interkulturelle Café im Familienzentrum im TRollberg. Von 14.30 Uhr bis 17.00 Uhr kamen Familien zu uns. Es gab Kuchen, Kaffee und Obst. Neben zahlreichen Gesprächen mit den Gästen konnten Kinder und Erwachsene Schmuck anfertigen. Auch vor dem Familienzentrum fanden Bewegungsspiele statt. Es wurden neue Kontakte gemacht und Kontakte hergestellt zu eventuellen Arbeitsstellen oder Ausbildungsmöglichkeiten, die besonders die Mütter interessierten.
Am 29.11. gab es ein vorweihnachtliches interkulturelles Café mit Kuchen, Gebäck, alkoholfreiem Punsch und Tee und Kaffee. Die Gäste konnten Kerzen ziehen. Außerdem gab es musikalische Begleitung zum Mitmachen und ein Theater für Klein und Groß. Neben den bekannten Teilnehmenden besuchten einige das Interkulturelle Café zum ersten Mal, und es kam zu neuen Begegnungen und gemeinsamen Austausch.
Projektzeitraum: 01.05.2024 – 15.12.2024
„Graffiti für Kühe“
Im Zeitraum vom 1. März bis 30. Oktober 2024 wurde in Wiesenburg/Mark OT Reetz das Projekt „Graffiti für Kühe“ durchgeführt. Beteiligte waren rund 17 Kinder und Jugendliche der Jugendfeuerwehr Reetz sowie ehrenamtliche Betreuer. Unterstützt wurde das Projekt durch die Künstler*innen Lele Peters und Ute Paulmann-Boll sowie durch mehrere lokale Kooperationspartner.
Zu Beginn entwickelten die Teilnehmenden erste Entwürfe, anschließend wurden die Betonmauern der Milchviehanlage durch die Betreuer farbig grundiert und vorbereitet. Nach einer Einführung in die Spraytechnik durch Lele Peters gestalteten die Kinder und Jugendlichen die vorbereiteten Flächen an zwei Aktionstagen eigenständig mit ihren Motiven.
Zum Abschluss trafen sich alle Beteiligten sowie Eltern und Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Reetz zu einer gemeinsamen Grillrunde. Die Kinder präsentierten stolz ihre Werke, und auch der Betreiber der Milchviehanlage zeigte sich sehr zufrieden mit den Ergebnissen. Jedes teilnehmende Kind erhielt abschließend ein T-Shirt als Geschenk
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Projektzeitraum: 01.03.2024 – 31.10.2024
8. Kunstbummel in Bad Belzig
Am Samstag, dem 17., und Sonntag, dem 18. August öffneten zehn Stationen in der Bad Belziger Innenstadt ihre Türen und luden die Besucher ein, zwischen 11 und 18 Uhr eine entspannte Entdeckungsreise durch die historische Altstadt zu unternehmen. Die Gäste bummelten von Station zu Station und entdeckten aktuelle Kunst: Das Spektrum reichte von Aquarellen über Fotografie zu Collagen, Zeichnungen, Acryl- und Ölmalerei, Klang- und Video-Installationen sowie Keramik-, Porzellan- und Objektkunst. Hinschauen, Hinhören und Gespräche ermöglichten neue Aspekte in der historischen Altstadt Bad Belzig.
Auch gehütete Kulturschätze waren vertreten: das Roger-Loewig-Museum, das Heimatmuseum (Burg Eisenhardt), das Orgelmuseum (St. Marienkirche) und die Reißiger Stiftung öffneten ihre Häuser. In der Marienkirche spielten Irene Roth-Halter (Schweiz) am Samstag und Sabine Duschl am Sonntag auf der Papenius-Orgel. Im Reißiger Haus erklang am Sonntag sanfte Harfenmusik von „Kasjopaja“ (Julia Lehne). Der Eintritt zu allen Ausstellungen und Veranstaltungen war frei.
Projektzeitraum: 01.06.2024 – 30.09.2024
Empowerment-Gruppe für jugendliche Mädchen „Girls Treff“
Es wurde eine feste Gruppe für geflüchtete und nicht-geflüchtete Mädchen* im Teenager-Alter (12-17 Jahre) in den Räumen des AWO-Familienzentrums Trollberg ins Leben gerufen. Die Gruppe fand an 7 aufeinanderfolgenden wöchentlichen Terminen von Mai-Juli 2024 statt. Bei 6 der 7 Treffen nahmen 12-16 Mädchen an der Gruppe teil, bei einem Treffen 6 Mädchen. Die angestrebte Diversität unter den Teilnehmerinnen wurde erreicht: die Hälfte der teilnehmenden Mädchen hatte einen Migrationshintergrund und die andere Hälfte nicht.
In den ersten beiden Gruppentreffen widmeten wir uns dem gegenseitigen Kennenlernen und Vertrauensaufbau innerhalb der Gruppe anhand von Methoden des Teambuilding und der interaktiven Gruppenarbeit. Das dritte Treffen widmeten wir dem Thema Dekonstruktion von Schönheitsidealen, was zu einem spannenden, auch interkulturellen Austausch der Mädchen zu dem Thema führte. An Treffen 4 wurde getöpfert und an Treffen 5 getanzt. Beides war eine sehr bereichernde und für einige der Mädchen ganz neue Erfahrung. In Treffen 6 gestalteten wir einen gemeinsamen Abschluss und widmeten uns den Wünschen der Mädchen an die Zukunft, bezüglich sich selbst und der Gruppe. Am siebten „extra“ Treffen (es waren 6 geplant), gingen wir gemeinsam Eis essen.
Das gemeinsame Kochen an fünf der Treffen trug sichtlich zum Teambuildung bei. Mehrere Mädchen brachten ein eigenes Rezept mit, was unter ihrer Anleitung gekocht wurde, wodurch sie eine Erfahrung von Sichtbarwerden und Kompetenz machten.
Die Gruppe wurde eine Anlaufstelle und ein Vertrauensraum für die Mädchen. Im Anfangskreis konnten sie jedes Mal anhand von Bildkarten erzählen, was sie gerade bewegt. Viele der Mädchen gewannen von Treffen zu Treffen mehr Vertrauen und teilten sich ehrlich auch mit ihren Ängsten und Sorgen mit.
Durch die Treffen entstand viel Kontakt und Verbindung unter den Mädchen, sodass auch solche, die in ihrem sonstigen Alltag nichts miteinander zu tun haben, sich kennenlernten. Über die Treffen hinaus entstanden neue Verbindungen und gemeinsame Aktivitäten: ein Teil der Gruppe fährt nun oft gemeinsam im Zug nach Potsdam zur Schule.
Die Treffen waren für alle Mädchen eine sehr bereichernde und inspirierende Erfahrung. Sie erfuhren Solidarität und Gemeinschaftlichkeit innerhalb der Gruppe und machten die Erfahrung sich ehrlich, auch mit Sorgen und Ängsten, mitteilen zu können. Es entstand interkultureller Kontakt und neue Bekanntschaften und Verbindungen, welche, bei weiterem Fortbestehen der Gruppe, auch in Freundschaften übergehen könnten.
Projektzeitraum: 24.04.2024 – 30.09.2024
Konzertreihe „Sounds of Nachbarschaft“ 2024
Wie geplant hat am 5. Juli 2024 auf dem Gelände der „Alten Mühle Gömnigk“ die Konzertreihe „Sounds of Nachbarschaft“ 2024 stattgefunden. Aufgrund der kurzfristigen Absage einer Band wurde das LineUp abgeändert: Es spielte wie die international besetzte Band „Blue Desert“ mit Musiker*innen aus Niger, Marokko und Deutschland sowie die Berliner Live-Techno-Band „Rausch und Rage“.
Dadurch konnten wir ein hochkarätiges Konzertangebot für Menschen aus der Region bieten. Die Bewerbung der Konzertreihe erfolgte sowohl über öffentliche Aushänge, zum Beispiel im „Mehrgenerationenhaus Alte Korbmacherei“ der AWO, als auch die gezielte Einladung von Asylbewerber*innen aus regionalen Gemeinschaftsunterkünften des SAM e.V.
Insgesamt waren ca. 200 Personen mit und ohne Migrationshintergr und anwesend.
Der Abend wurde von allen Anwesenden als eine Bereicherung empfunden und verlief sowohl fröhlich als auch friedlich.
Projektzeitraum: 01.06.2024 – 31.07.2024
Der Kunstverein Hoher Fläming feiert den Weltfriedenstag 1. September 2024
18 Künstler:innen, die sich in unterschiedlicher Genres und Handschriften bedienen, zeigen Haltung.
Sie verstehen ihre Kunstäußerungen auch als Werkzeuge für die Gegenwartsarbeit. Der Kunstverein ist mit seiner Galerie auf der Burg Eisenhardt im Fläming verortet. In wechselnden Ausstellungen fordern sie ihr Publikum zum Dialog heraus.
Wir feiern den Weltfriedenstag mit der Eröffnung der Ausstellung von Thomas Wernicke und einem Konzert im Innenhof der Burg Eisenhardt. Erstmalig organisiert der Kunstverein Hoher Fläming Konzert und sucht damit eine Verbindung von Musik und Bildender Kunst. Wir konnten für unser geplantes Friedensfest die international renommierte und besetzte Band ERNTE gewinnen. Es geht dem Kunstverein Hoher Fläming mit dem Projekt einen deutlichen Appell für Frieden und Demokratie zu setzen.
Kein Kunstraum ist unpolitisch!
Weblink https://kunstverein-hoherflaeming.org
Projektzeitraum: 20.05.2024 – 30.09.2024
ANASTASIA
Auf der Spur völkischer SledlerInnen
Gegenstand des Projekts war die Durchführung eines Gastspiels der Produktion „ANASTASIA – Auf der Spur völksicher SiedlerInnen“ der Gruppe Polyformers in Dahnsdorf. Nach einer Phase der Vorbereitung und Planung wurde dieses am 21.09.2024 um 19 Uhr durchgeführt. Die Produktion beschäftigt sich dokumentarisch mit der völkischen Anastasia-Bewegung, die gerade im ländlichen Raum und besonders in Brandenburg und Sachsen-Anhalt mit verschiedenen Projekten aktiv ist, und verbindet informative, immersive und spielerische Elemente, die stellenweise auch durch direkte Publikumsinteraktion begleitet werden.
Die Vorstellung war mit etwa 25 Personen gut besucht und es schlossen sich noch viele Gespräche über das Thema daran an. Dabei zeigte sich, dass viele Zuschauer innen sich das erste Mal mit der Anastasia-Bewegung auseinandergesetzt hatten oder deren demokratiefeindliche Hintergründe nicht kannten und durch das Projekt ein fundierteres Wissen darüber und eine bessere Möglichkeit, sich dazu zu verhalten, bekommen haben. Somit konnte das Ziel erreicht werden, durch das Projekt über das Phönomen des Anastasianismus zu informieren und aufzuklären, um eine breitere zivilgesellschaftliche Auseinandersetzung damit zu ermöglichen.
Projektzeitraum: 01.08.2024 – 30.10.2024
Toleranzfest beim 1. CSD in Bad Belzig
Am 15. Juni 2024 fand in Bad Belzig der Christopher Street Day (CSD) statt.
Begleitet von viel Musik und ausgelassenem Tanz bewegte sich der bunte Demonstrationszug durch die Straßen der Stadt. Zahlreiche kreative Schilder, Fahnen und Statements unterstrichen die Botschaft des Tages: Sichtbarkeit, Zusammenhalt und Solidarität. Gegenstand dieser Förderung war jedoch das anschließende Toleranzfest auf dem Marktplatz, das ebenfalls gut besucht war und wo es verschiedene Reden, Infostände und weitere musikalische Beiträge gab.
Rund 200 Teilnehmende setzten gemeinsam ein sichtbares Zeichen für Vielfalt, Akzeptanz und die Rechte der queeren Community. Die Atmosphäre war durchweg ruhig und friedlich.
Projektzeitraum: 01.06.2024 – 15.11.2024
Newcomer Mothers Stories
Am 15. Juni 2024 fand in Bad Belzig der Christopher Street Day (CSD) statt.
Begleitet von viel Musik und ausgelassenem Tanz bewegte sich der bunte Demonstrationszug durch die Straßen der Stadt. Zahlreiche kreative Schilder, Fahnen und Statements unterstrichen die Botschaft des Tages: Sichtbarkeit, Zusammenhalt und Solidarität. Gegenstand dieser Förderung war jedoch das anschließende Toleranzfest auf dem Marktplatz, das ebenfalls gut besucht war und wo es verschiedene Reden, Infostände und weitere musikalische Beiträge gab.
Rund 200 Teilnehmende setzten gemeinsam ein sichtbares Zeichen für Vielfalt, Akzeptanz und die Rechte der queeren Community. Die Atmosphäre war durchweg ruhig und friedlich.
Projektzeitraum: 09.08.2024 – 31.08.2024
Wieder zu Haus – Das Ehrenamt und der Altstadtsommer in Bad Belzig
Dokumentarischer Imagefilm des Bad Belziger Festvereins über das Ehrenamt im Rahmen der Burgfestwoche Bad Belzig
Der Altstadtsommer kehrte im Jahr 2024 nach mehreren Jahren wieder in die historische Altstadt von Bad Belzig zurück. Diese Rückkehr symbolisierte nicht nur die Wiederbelebung einer geliebten Tradition, sondern auch das starke Gemeinschaftsgefühl und das leidenschaftliche Engagement der Bürger. Der Bad Belziger Festverein e.V. plante im Rahmen des Altstadtsommers die Erstellung eines dokumentarischen Films, der das Ehrenamt und seine Bedeutung für die Gemeinschaft in den Mittelpunkt stellte.
Ziel des Projekts war es, die vielfältigen Beiträge der freiwilligen Helferinnen und Helfer zu würdigen, ihre persönlichen Motivationen darzustellen und ein breites Bewusstsein für die Bedeutung ehrenamtlicher Arbeit zu schaffen. Der Film sollte zugleich als Inspiration wirken, neue Mitwirkende für den Festverein zu gewinnen und die Imagearbeit des Vereins nachhaltig zu stärken.
Der dokumentarische Film kombinierte Interviews mit ehrenamtlich Engagierten, atmosphärische Aufnahmen des Altstadtsommers und Einblicke in seine Geschichte. Neben den persönlichen Erzählungen wurden auch Hintergründe zur Entwicklung des Festes sowie die Rolle des Festvereins beleuchtet. Mitmachaktionen, sportliche Wettbewerbe und Präsentationen regionaler Vereine zeigten die Vielfalt und Lebendigkeit des gemeinschaftlichen Engagements. Ergänzt wurde dies durch den Blick in die Zukunft: Wie konnte Ehrenamt die Stadt weiterhin stärken, und welche Projekte ließen sich dadurch verwirklichen?
Die Dreharbeiten fanden während des Altstadtsommers am 24. August in der historischen Altstadt Bad Belzigs statt. Ein professionelles Filmteam übernahm Aufnahme und Schnitt. Der fertige Film wurde anschließend über die Webseite des Vereins, in sozialen Medien sowie bei lokalen Veranstaltungen verbreitet, um eine möglichst große Reichweite zu erzielen.
Durch seine authentische und emotionale Darstellung sollte der Film die Bedeutung des Ehrenamts im Hohen Fläming sichtbar machen und den Altstadtsommer als Symbol für Gemeinschaft, Engagement und kulturelle Verbundenheit verankern. Er lud dazu ein, sich aktiv einzubringen und die Zukunft der Region mitzugestalten.
Projektzeitraum: 01.08.2024 – 31.10.2024
Hier geht’s zum Film:
YouTube:
„Zurück zum Altstadtsommer. Eine kurze Geschichte über das Ehrenamt“
„Fläming für Alle“ auf dem Altstadtsommer
Am Samstag des Altstadtsommers 2024 veranstaltete die Initiative „Fläming für Alle“ ihren Hof auf dem Kirchplatz vor dem Reißiger-Haus.
Das konkrete Angebot des Hofes bestand aus einer Diskussionsrunde mit den Direktkandidierenden für die Landtagswahl im hiesigen Wahlkreis, politisches Kabarett sowie ein Konzert mit verschiedenen Künster*innen zum Teil mit politisch-satirischen Liedgut.
Dazu gab es einen Infostand sowie alkoholfreie Getränke.
Der Hof bot ein Forum für Gespräche sowie sich über die Landtagswahlen zu informieren. Die Initiative „Fläming für Alle“ konnte sich darüber hinaus präsentieren und neue Mitglieder gewinnen.
Projektzeitraum: 15.08.2024 – 31.10.2024
Fläminger Mitmachkonferenz 2024 – Menschen, Projekte, Ideen
Am Samstag, den 12.10.2024, fand in der Kunsthalle in Wiesenburg erneut die Fläminger Mitmachkonferenz statt, ein Anlaufpunkt für viele engagierte Menschen aus unserer Region.
In zahlreichen Gesprächsrunden auf der Fläminger Mitmachkonferenz konnten aktuelle Themen und Projekte aus dem Hohen Fläming diskutiert und die Chance zum gegenseitigen Kennenlernen und Vernetzen genutzt werden.
Für den Fläming-Initiativ-Preis wurde nominiert:
- Der Förderkreis Röderhof für seine aktive Erinnerungsarbeit rund um das KZ-Außenlager in Bad Belzig.
- Das Team vom Fläming-Bahnhof in Bad Belzig für den wahrscheinlich nettesten, entspanntesten und liebevoll gestalteten Bahnhof weit und breit.
- Das Bündnis „Fläming für alle“ mit seinen Aktivitäten gegen Rechtsextremismus und Menschenverachtung und für demokratische Werte und ein respektvolles Miteinander in Vielfalt.
Für den Jugend-Initiativ-Preis ist nominiert:
Der Feuerwehrverein Kuhlowitz-Preußnitz mit seinen vielfältigen Aktivitäten für und mit Kindern- und Jugendlichen
Projektzeitraum: 20.02.2024 – 31.12.2024
Eine Aufzeichnung des Live-Streams der Preisverleihung im Fläming Kanal auf Youtube:
Preisträger 2024
Preisträger 2024
Landtagswahlen 2024 in Potsdam-Mittelmark
Im Vorfeld der Landtagswahl 2024 in Brandenburg wurde eine Interviewreihe umgesetzt, die sich auf die kandidierenden und anderweitig aktiven Frauen in den Wahlkreisen 16 und 18 im Hohen Fläming und in der Zauche konzentrierte. Ziel des Projekts war es, Bürgerinnen und Bürger für die Wahlen zu sensibilisieren, Frauen im politischen Diskurs stärker sichtbar zu machen und damit einen Beitrag zu politischer Orientierung in einer verunsicherten Gesellschaft zu leisten. Das Projekt war in der Trägerschaft der Stiftung SPI, ist aber von Herrn Trunschke, von Fläming/Zauche 365, umgesetzt worden.
Im Zentrum standen Interviews ausschließlich mit Frauen – Kandidatinnen, Parlamentarierinnen, Bürgerinnen und Wahlverantwortlichen. Diese Fokussierung ermöglichte eine besondere Authentizität und gab weiblichen Stimmen im Vorfeld der Wahl mehr Gewicht. Für die journalistische Arbeit wurden KI-gestützte Tools zur Transkription eingesetzt, wodurch die Verarbeitung der Tonaufnahmen effizient und ressourcenschonend erfolgte.
Insgesamt wurden 8 Beiträge erstellt, die in den Online-Zeitungen Zauche 365 und Fläming 365 erschienen. Ergänzend wurden sie über die jeweiligen Facebook-Seiten, in lokalen Facebook-Gruppen, im Nachrichtenkanal der Bad Belzig App sowie in den Kanälen „PM 365“ (YouTube und WhatsApp) verbreitet. Dadurch konnte eine breite Öffentlichkeit erreicht und eine hohe Reichweite erzielt werden.
Die veröffentlichten Interviews sind folgende:
Seddiner See: Bürgermeisterin Carina Simmes über kommunale Belange, ÖPNV und Bildung;
WK 18: Annabell Krohn – jüngste Kandidatin, für Bildung und Pflege;
WK 16: Simone Kraatz – für Sicherheit, Bildung und Pflege;
WK 16: Claudia Wipfli – Soziales als Herzensthema (Die Linke);
WK 16: Nicole Stroncik – Radwege und besserer ÖPNV (Bündnis 90/Die Grünen);
Gespräch mit Kornelia Feldmann – Wahlleiterin in Wiesenburg; „Zwei Landfrauen zur Landtagswahl“;
Gespräch mit Melanie Balzer.
Das Projekt konnte wie beantragt vollständig umgesetzt werden. Die Ziele, Frauen im Wahlkampf eine stärkere Stimme zu geben, politische Themen aus weiblicher Perspektive darzustellen und Bürgerinnen und Bürger für die Landtagswahl zu sensibilisieren, wurden erreicht.
Projektzeitraum: 15.03.2024 – 15.10.2024
Bunte Zauche statt brauner Jauche
Am 14. September 2024 verwandelte sich das Gelände der Alten Post in Brück in einen Ort der Begegnung, der Vielfalt und des friedlichen Miteinanders. Über 300 Besucher*innen kamen zum Spät-Sommerfest der Initiative Bunte Zauche, um ein starkes Zeichen für Toleranz, Solidarität und Demokratie zu setzen.
Bereits am frühen Nachmittag zog das Riesen-Kicker-Turnier die ersten Zuschauerinnen an. Bunt gemischte Teams, bestehend aus Kindern und Jugendlichen stellten sich dem spaßigen Wettbewerb. Doch im Vordergrund stand nicht der sportliche Sieg, sondern das spielerische Miteinander – Akzeptanz, Fair Play und Toleranz wurden in jedem Kick deutlich spürbar. Ein weiterer Höhepunkt waren die Vorführungen der Ju-Jutsu Kids der Sektion Ju-Jutsu des Borkheider SV. Neben weiteren sportlichen Aktivitäten wie Jonglage und Schokokuss-Katapult bot das Fest eine Vielzahl an Ständen, die nicht nur kulinarische Köstlichkeiten aus der Region präsentierten, sondern auch Raum für wichtige gesellschaftliche Diskussionen boten. Die Grüne Jugend und die Initiative „Aufstehen gegen Rassismus“ waren mit Informationsständen vertreten und kamen mit vielen Besucherinnen ins Gespräch. Demokratische Bündnisse und Parteien nutzten ebenfalls die Gelegenheit, ihre Positionen darzustellen und für die kommenden Landtagswahlen zu werben.
Am Abend verzauberte die Singer-Songwriterin Sarah Lesch das Publikum mit ihren nachdenklichen und poetischen Texten. Die Polit-Rock-Band Strom und Wasser heizte mit kraftvollen Klängen ein und brachte das Publikum zum Tanzen. Auch Matze Jechlitschka von den Ohrbooten und Marlo Grosshardt begeisterten mit ihren Auftritten und ernteten viel Applaus. Für die jüngsten Besucher*innen war Raketen Erna der absolute Hit.
Projektzeitraum: 15.08.2024 – 30.09.2024
Dorfkino – vielfältig und vereint
Das Projekt „Dorfkino – vielfältig und vereint“ fand im letzten Quartal 2024 statt. Am Vereinssitz auf dem Hof zur Lü7 in Lüsse, nahe Bad Belzig, wurden 3 Filme vorgeführt. Alle Filme hatten einen bildungspolitischen Anspruch und richteten sich an unterschiedliche Bevölkerungsgruppen. Die Filme wurden im historischen Dorfsaal von Lüsse gezeigt, welcher vom Lü7 e.V. durch Veranstaltungen wieder als Begegnungsstätte für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.
Die Reihe startete mit dem Film „Sieger Sein“ (2024) von Soleen Yusef. Der Film begleitet die Geschichte eines Mädchens, welches aus Syrien flüchten musste und an ihrer neuen Schule in Berlin es über ihr Hobby Fußball schafft, Freundschaften zu schließen und traumatische Erinnerungen hinter sich zu lassen. Der brandneue, Berlinale-ausgezeichnete Film für Kinder ab 6 Jahre und Teenager stieß auf sehr großes Interesse. Es kamen ca. 40 Personen, der Großteil davon Kinder und Jugendliche, häufig begleitet von erwachsenen Bezugspersonen. Die Besucherinnen kamen aus Lüsse, Bad Belzig, Brück, Wiesenburg und aus Berlin. Es trafen alt-eingesessene auf neu-zugezogene Menschen. Die Reaktionen waren überwiegend positiv, die Inhalte des Films stimmten viele der Besucherinnen nachdenklich und wurden als „äußerst relevant“ eingestuft.
Der zweite Film „Vulva 3.0“ (2014) von Ulrike Zimmermann und Claudia Richarz ist ein tabubrechender, dokumentarischer Film über das weibliche Geschlechtsorgan in einer maskulin dominierten Welt. Freigegeben ab 16 Jahren richtete er sich besonders an Heranwachsende und Erwachsene, welche den Blick auf den weiblichen Körper in Deutschland kritisch hinterfragen möchten. Zu dieser Filmvorführung kamen ca. 20 Personen, vornehmlich Frauen und nicht-binäre Gender-Personen. Der Film wurde als wichtig und perspektiverweiternd, insbesondere von den paar männlichen Teilnehmenden gewertet. Die Frauen und nicht-binären Teilnehmer*innen lobten den empowernden Aspekt der Veranstaltung.
Der dritte Film „Die Unbeugsamen 2 – Guten Morgen ihr Schönen“ (2024) von Torsten Körner sprach insbesondere die ältere Generation alt-eingesessener Frauen an. Der Dokumentarfilm behandelt die Rolle der Frau in der DDR durch eine feministische Perspektive. Hier konnten wir ca. 35 Teilnehmende zählen. Diese kamen ebenfalls aus Lüsse, Brück, Bad Belzig und Wiesenburg. Die Diskussion nach dem Film war angeregt und die Teilnehmenden ließen persönliche Erinnerungen einfließen.
Projektzeitraum: 01.10.2024 – 31.12.2024
































