PfD

HOHER FLÄMING

Partnerschaft für Demokratie

Projekte 2025

Plakat "Du hast den Hut auf"
Plakat "Du hast den Hut auf"

Du hast den Hut auf!

in Kooperation von Partnerschaft für Demokratie (PfD) Hoher Fläming und
Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Fläming-Havel

Ziel des Projektes ist die erfolgreiche Jugendbeteiligungs-kampagne „Du Hast den Hut auf!“ auch im Jahr 2025 fort zu führen und weiter zu entwickeln. Dafür sollte der Kinder- und Jugendfonds der PfD Hoher Fläming in der Trägerschaft des Trägers der Fach- udn Koordinierungsstelle der PfD (SAM e.V.) verbleiben. Ohne aufwendiges Antragsverfahren können so Projektgelder für die Umsetzung der Projektideen der Kinder- und Jugendgruppen schnell und unkompliziert ausgezahlt werden.

Im Jahr 2025 wurden insgesamt 23 Projekte bei „Du hast den Hut auf!“ beantragt. Nach der Abstimmungsrunde im Rahmen der „Tage der Entscheidung“ konnten 21 Projekte von Kinder- und Jugendgruppen finanziert werden. Das Bewilligungsverfahren der einzelnen Projekte erfolgt durch eine direktdemokratische Online-Beteiligung der Kids aus der Region.
Die „Tage der der Entscheidung“ werden digital auf unserer Homepage durchgeführt – hier stellen die Kids ihre Projektideen mit Wort und Bild vor. 

Alle Kinder und Jugendlichen der Planregion 4 haben dann die Möglichkeit direktdemokratisch über die Finzierung der eingereichten Projektideen abzustimmen. Im jahr 2025 hat nach einer Pause erstmals die LAG wieder zugesagt Kosten für investive projekte zu übernehmen.

Wir verfolgen weiterhin das Ziel hohe Beteiligungszahlen zu erreichen, um direkte Demokratie zu fördern aber auch um den Bekanntheitsgrad von „Du hast den Hut auf!“ weiter zu steigern.

Durch den Kinder- und Jugendbeteiligungsfonds soll gerade junge Menschen die Möglichkeit zum Engagement und zur politischen Teilhabe ermöglicht werden. Denn, wenn diese junge Menschen die Erfahrungen machen, dass ihr Engagemant Gehör findet, ihre Meinung erst genommen wird und ihre Beteiligung Wirkung zeigt, steigt ihre Zufriedenheit und die Identifikation mit dem eigenem Lebensumfeld.

  • 33 Projektideen wurden von Kindern und Jugendlichen eingereicht und kreativ beworben – mit selbst gestalteten Plakaten und Texten. (Antragsphase von Jan. bis Anfang März 2025)
  • Über 800 Kinder und Jugendliche haben digital an der Wahl „Tage der Entscheidung“ teilgenommen. Hier wurde unser Antrags- und Wahltool „PENGUEEN“ übersichtlicher gestaltet. Über 3200 Kinder beteiligten sich analog in Kita, Hort, Schule, auf Spielplätzen und in Vereinen.
  • 14 Projekte konnten durch “Du hast den Hut auf”, den Jugendfond der PfD realisiert werden.
  • Die Wahl wurde von engagierten Wahlhelfer*innen begleitet – von Klassensprecher*innen, Schulsozialarbeit bis zu Großeltern auf dem Spielplatz, die Kindern demokratische Prozesse erklärten und zur Wahl animierten.
  • Besonders hervorzuheben ist die steigende Zahl von Anträgen direktens durch Jugendliche für ihre Dorfgemeinschaften – z.B. für die Ausstattung des selbst organisierten Jugendclubs, Lehrveranstaltungen („Zweitaktzirkus“), gemeinschaftliche Sportangebote wie Beachvolleyballfelder oder trockene Wartehäuschen für die Bushaltestelle
  • In Kooperation mit der LAG Fläming Havel konnten erstmals nach zwei Jahren investive Mittel über den Fonds beantragt werden – z.B. für Baumaterialien für einen Bauwagen als Jugendtreff oder einen Beachvolleyballplatz. Diese Kooperation hat den Bekanntheitsgrad des Fonds deutlich erhöht und die Beteiligung weiter gesteigert.

Pfeil weiterMehr Info: https://duhastdenhutauf.de

Projektzeitraum: 01.01.2025 – 31.03.2025

Ein paar Impressionen aus den vielen Projekten  „Du hast den Hut auf“

Plakat Lesen ist wie Kino im Kopf
Lesen ist wie Kino im Kopf – Grundschule Borkheide
Plakat Brück macht Party
Unsere Beach Volleyball Anlage – Stadt Bad Belzig, Jugendhaus „Jubel“
Musikhaus Lütte
Musikhaus Lütte – Kinderhaus Lütte
Plakat Kinderholzwerkstatt in Kuhlowitz
Kinderholzwerkstadt in Kuhlowitz
Sportabzeichen Fredersdorf
Sportabzeichentag in Fredersdorf
Sportabzeichen Fredersdorf
Weidetipipodest in Treuenbrietzen

Diakonisches Werk im LK PM e.V.

Ich fühle mich wohl in meiner Schule

Vor diesem Projekt wurden die Eltern und Interessierte zu einem thematischen Elternabend eingeladen. Die Durchführung erfolgte durch den Projektleiter des KiJu-Sicherheitsteams LSA e.V. und ca. 60 anwesenden Personen. Ziele dieses Abends sind bspw. Informationen zu dem anstehenden Projekt, aber auch Tipps für zuhause, um die SuS in ihrer Persönlichkeit während des Projekts und darüber hinaus zu stärken.

Während der Projekttage lernten die SuS, hauptsächlich spielerisch, wie sie sich in bestimmten Situationen, wie bspw. Mobbing und Gefahrensituationen durch Fremde, im persönlichen Lebensraum (digitale Medien und Alltagssituationen) verhalten sollen, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Hierbei spielte auch das Demokratieverständnis im Sinne von gerecht/ungerecht bzw. gleich/ungleich, eine große Rolle. Sich klar und deutlich positionieren, wenn man etwas nicht möchte, die Stärkung des Selbstwertgefühls, die Selbstwahrnehmung und Auswirkungen des Selbst auf die Gesellschaft im persönlichen Umfeld, aber auch in der digitalen Welt, tragen zum Verständnis eines selbstbestimmten, aber auch demokratischen Umgangs miteinander bei. Auch die gemischten Gruppen (Alter, Geschlecht) unterstützten diesen Prozess über den Klassenverband hinaus. Regelmäßige „Hausaufgaben“ haben zudem dafür gesorgt, dass die Eltern und/oder Bekannten der SuS auch außerhalb des Schulgeländes das Gelernte erfahren und mit festigen.

Projektzeitraum: 10.03.2025 – 31.05.2025

Internationale Wochen gegen Rassismus 2025

Gesamtregionales Projekt

Die diesjährigen Aktionswochen standen erneut unter dem Motto „Vielfalt im Fläming – Gemeinsam gegen Rassismus“, ergänzt durch das bundesweite Leitmotiv der Stiftung Internationale Wochen gegen Rassismus: „Menschenwürde schützen“. Insgesamt wurden uns 17 Projektideen aus Bad Belzig, Treuenbrietzen, Brück, Wiesenburg/Mark und Niemegk eingereicht – viele davon mit mehreren Teilprojekten pro Sozialraum (2 bis 5 Unterprojekte). Zu den Projektträgerinnen und Kooperationspartnerinnen gehörten unter anderem:

• die Schulsozialarbeit des Diakonischen Werkes im Landkreis Potsdam-Mittelmark
• die Gesamtschule Treuenbrietzen
• der AWO-Ortsverein Niemegk e.V.
• das Eltern-Kind-Zentrum Brück
• SAM e.V.
• Wir e.V. Bad Belzig
• das AWO Familienzentrum am Trollberg Bad Belzig
• das Amt Brück
• die Stadt Treuenbrietzen
• die Gemeinde Wiesenburg/Mark (inkl. Familienzentrum, Jugendkoordination, Schulsozialarbeit)
• neuland 21 e.V.
• sowie zahlreiche Kitas und Schulen aus den beteiligten Kommunen

Zu den Aktionen gehörten:

» Filmvorführungen
» Diverse Schulprojekte
» Interkulturelle Angebote für Kinder
» Fest der Vielfalt im Kulturzentrum
» Internationale Cafes

Projektzeitraum: 17.03.–30.03.2025

Banner Internationale Woche gegen Rassismus

Banner Internationale Wochen gegen Rassismus 

Banner Internationale Woche gegen Rassismus
Banner Internationale Woche gegen Rassismus
Banner Internationale Woche gegen Rassismus
Banner Internationale Woche gegen Rassismus
Einzelne Projekte

Belzig

  • Gemeinsames Kochen, Essen & interkultureller Austausch

  • Aktionszeit bei den „Jungen Müttern“

  • Gemeinsames Fastenbrechen im Familienzentrum

  • Familiencafé & Kamishibai-Theater

  • „Was wir unseren Kindern in die Hände geben“

  • Menschenwürde schützen!

  • Vielfalt schmecken & gestalten – Rassismus erkennen & überwinden

Brück

  • Brück – Bunt wie ein Kaleidoskop

  • Musik und Kultur gegen Rassismus

  • Interaktives Konzert mit Ezé & Gesprächsrunde

  • Theaterprojekt oder Buchgestaltung zum Thema Rassismus

Niemegk

  • Wir für Menschenwürde – Kreativaktionen & Spaziergang

  • Auftaktveranstaltung „Menschenwürde“

  • Kreativaktionen (Schirme, Fähnchen, Plakate gestalten)

  • Spaziergang für Menschenwürde

Treuenbrietzen

  • Vielfalt verbindet – „Nur gemeinsam sind wir stark“

  • #SchauNichtWeg! SeiEhrenMensch!

  • Koffer der Vielfalt

Wiesenburg/Mark

  • „Ein Lächeln ist international“

  • Jugendkino: „Wunder“

  • Come Together – Interkulturelles Fest in Schmerwitz

  • Regenbogenfamilientreffen

  • Mitmach-Werkstatt: Digitale Bildung & interkultureller Austaus

Nein zu digitaler Gewalt

Das Projekt „Nein zur digitalen Gewalt“ leistet einen direkten Beitrag zu den Zielen der Partnerschaft für Demokratie Hoher Fläming, indem es Schüler:innen für demokratische Werte sensibilisiert und ihnen Strategien zur konstruktiven Konfliktlösung und sicheren Mediennutzung im digitalen Raum vermittelt.
Digitale Gewalt, insbesondere Hate Speech und Cybermobbing, bedroht das demokratische Miteinander, indem sie Diskurse vergiftet und einzelne Personen oder Gruppen systematisch ausgrenzt. Das Projekt setzt genau hier an, indem es aufzeigt, wie demokratische Werte wie Respekt, Meinungsfreiheit und Verantwortung auch im digitalen Raum gelebt werden können.

Der Workshop „Nein zur digit@len Gewalt“ ist mit einer methodischen Vielfalt aufgebaut, die es uns erlaubt inklusiv und niedrigschwellig komplexe Themen zu vermitteln. Dabei berücksichtigen wir die Theorien und Erfahrungen aus der formalen Schulbildung, wie auch der non-formalen Bildung und versuchen neue Wege in der Umsetzung zu gehen. Wir nutzen Spiele und interaktive Methoden, um ein trockenes und abstraktes Thema nahbarer zu gestalten. Hierbei ist uns der Interaktionsaspekt besonders wichtig, um zu vermitteln, welchen Einfluss die Schüler*innen selbst haben können, um Täter zu stoppen, sich selbst zu schützen und Betroffene zu unterstützen.

Hierzu übernimmt ein/e Referent*in die Leitung eines Schultages von sechs Schulstunden. Wir haben bei unserem Workshop einen Aufbau in zwei Blöcken angestrebt:

1. Gefahren im Netz (90 Min.): Sammeln von Gefahren wie Pädophilie, Mobbing, Hassrede und Schutz

2. Mobbing und Hassrede (180 Min.): Wirkung der eigenen Worte erkennen, Grenzen definieren, Rollenspiel, Klassenregeln und Informationen für Opfer.

Um einen nachhaltigen Effekt zu erzielen, besprechen wir die Inhalte des Workshops vorab mit den Lehrkräften und der Schulsozialarbeit, die Material und Information an die Hand bekommen, um das Thema weiterhin im Unterricht behandeln zu können.

Die Gesamtschule Treuenbrietzen hat das Projekt bereits zweimal durchgeführt. Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler waren mit dem Projekt sehr zufrieden, weshalb die Schule es auch dieses Jahr wieder in die Projektwoche aufnehmen möchte. Ursprünglich sollten diese Maßnahmen teilweise aus dem Schulbudget finanziert werden, doch die Streichung externer Kooperationen durch das Ministerium macht eine Förderung notwendig

Gleichzeitig ermöglicht die Einbindung der Robert-Koch-Grundschule Niemegk, dass bereits jüngere Schüler:innen frühzeitig für digitale Konflikte sensibilisiert werden. Damit trägt das Projekt unmittelbar dazu bei, dass die am Bündnis beteiligten Akteur:innen nicht nur für demokratische Werte eintreten, sondern auch über konstruktive Konfliktlösungsstrategien informiert sind und diese aktiv in ihrem Alltag anwenden können.

Pfeil weiterwww.nein-zur-digitalen-gewalt.de

Projektzeitraum: 22.02.2025 – 31.12.2025

Brachland

Das Theaterstück BRACHLAND wurde in Kooperation mit WENN ORTE SPRECHEN erneut in Dahnsdorf Aufgeführt. Nach 3 erfolgreichen Aufführungen, einer Tour in Indien und einer Aufführung in Hannover im Staatsschauspiel waren im Frühjah/Sommer/Herbst 2025 vier weitere Vorstellungen am Originalschauplatz in Dahnsdorf geplant. Eine Vorstellung fand im April statt, eine zum Tag der Deutschen Einheit und eine dritte und vierte war für Schulklassen in den oberen Klassenstufen angedacht. Leider sind die zwei Schulaufführungen nicht zustande gekommen, da sich keine Schule im Fläming zurückgemeldet und Interesse gezeigt hat.

Das Stück BRACHLAND erzählt eine Wendegeschichte über Verlust und Neuanfang. Es beleuchtet, wie Vater und Tochter auf den Zusammenbruch der DDR reagieren und zeigt ihre Lebenswege bis in die Gegenwart. Es fragt nach den bestimmenden Werten von Identität, Freiheit, Gemeinschaft und Respekt. Brachland basiert auf biografischen Erzählungen und wurde für die Premiere im August 2024 am historischen Ort, dem ehemaligen LPG-Kuhstall in Dahnsdorf (Brandenburg), in Szene gesetzt.

Projektzeitraum: 01.04.2025 – 30.09.2025

Plakat Brachland

Chaos im Kopf

Pro Klasse, Jahrgang 6 der Grundschule Borkheide, gab es einen Projekttag außerhalb der Schule unter dem Motto „Starkes ICH – Starke Zukunft“.

Es fand eine Challenge/Parcours statt mit verschiedenen Stationen, an denen einzelne Themenblöcke gemeinsam erarbeitet wurden. Das Setting außerhalb der gewohnten Schulräume in Bewegung, in der Natur, in spielerischer Form, schaffte erfahrungsgemäß mehr Offenheit, mehr Vertrauen, mehr Interesse bei den Kindern. Auch die Durchführung durch externe Experten, in diesem Fall durch Frau Koege, ermöglichte mehr Raum für die offene und ehrliche Auseinandersetzung mit den Themen. Die mobile Sozialarbeiter und die Klassenlehrer hatten den Projekttag begleiten und mitgestalten.

Zentrale Themen waren:
• Lösungsorientierter und gewaltfreier Umfang mit den häufigsten Konflikten im Alltag (Beleidigungen, Provokationen, Gewaltandrohung, Dinge wegnehmen, ect. )
• Die eigenen Grenzen zu kennen und kommunikativ und gewaltfrei zu setzen, aber auch die Grenzen anderer zu erkennen und zu respektieren
• Auf die eigenen Gefühle zu vertrauen, sie anzunehmen und zu regulieren, um das Selbstvertrauen und die Selbstwirksamkeit zu stärken
• Kritische/gefährliche Situationen früh zu erkennen, um bestmöglich zu reagieren und Eskalationen zu vermeiden

Begründung für das Projekt:
Geschätzt jedes 3. Kind macht in den ersten 4 Schuljahren negative und prägende Erfahrungen mit überfordernden Konfliktsituationen und/oder Mobbing. Wir verzeichnen eine Besorgnis erregende Zahl an Angst- und Panikstörungen bis hin zu Depressionen im Kindesalter. Immer mehr Kinder im Grundschulalter zeigen Verhaltensauffälligkeiten und/oder Lernschwierigkeiten. Die Ursachen sind vielschichtig und nicht ohne weiteres umkehrbar. Die Kinder leiden und Eltern, Lehrer, Erzieher, Betreuer sind häufig überfordert. Um dem entgegenzuwirken, braucht es die Ausbildung von soliden Kernkompetenzen so früh wie möglich.

RESILIENZ – die Widerstandsfähigkeit, um Herausforderungen und Krisen zu meistern ohne nachhaltig Schaden davon zu tragen
KONFLIKTFÄHIGKEIT – also nicht alles persönlich zunehmen, die Meinung anderer zu respektieren, eigene Grenzen zu setzen und die Fähigkeit zur Selbstreflexion
KOMMUNIKATIONSSTÄRKE – eine klare und deutliche Kommunikation, auch über die Körpersprache
SELBSTREGULATION und STRESSMANAGEMENT – Wahrnehmung und Achtsamkeit für ein gesundes Maß an Stress und wirksame TOOLS zur Regulation des autonomen Nervensystems
GROWTH MINDSET – Wachstumsdenken, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Stärken und das Wissen um die MACHT DER GEDANKEN

Projektzeitraum: 19.05.2023 – 30.06.2025

Interkulturelles Café

Familienzentrum AWO und Belziger Forum e.V. Bad Belzig

Das Angebot umfasste 2 Termine: 

16.05. Frühlingsfest mit live Musik, Bastelangebot/Bewegungsangebot, Kamishibai Erzähltheater
26.09. Herbstfest, Thema Erntedank/Ressourcen teilen/Freundschaft, Mandala legen aus Naturmaterial, live Musik, Herbstbasteln, Kürbissuppe kochen mit Feuerstelle draußen, Bastelangebot Dankeskarten bedrucken.

Das „interkulturelle Café“ wurde in Kooperation mit dem Belziger Forum e.V. in den letzten 3 Jahren erfolgreich durchgeführt und von der Partnerschaft für Demokratie Hoher Fläming gefördert. Das Angebot wurde sehr gut angenommen. Der Bedarf nach Begegnung, Treffpunkt und Austausch, insbesondere für Frauen, Familien und Kinder ist weiterhin gegeben. Die entspannte und kindgerechte Umgebung des Familienzentrums und niederschwellige Kreativ-, Bewegungs und Spielangebote unterstützten Kontaktaufnahme und schafften ein attraktives Angebot, das gerne genutzt wurde.

Die Zielgruppe umfasste Menschen mit Migrationsgeschichte und Fluchthintergrund, sowie Ehrenamtliche und interessierte BürgerInnen.

Interkulturelles Café 2023

Ziel war es, einen offenen Begegnungsraum für Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte und Fluchterfahrung zu schaffen. Der Raum sollte Treffpunkt und Möglichkeit für interkulturellen Austausch und gegenseitiges Kennenlernen anbieten. Thematische Überschriften (Frühling/Herbst) und offene Kreativ-Bewegungs – und Spielangebote unterstützten einen gehaltenen Rahmen vorgeben und Kontaktaufnahme und Gespräche. Ziel war auch, das Familienzentrum bekanntzumachen, mögliche Berührungsängste abzubauen und Familien zu Familienangeboten in Bad Belzig zu informieren. Das interkulturelle Café ist besonders für Menschen, die erst seit Kurzem in der Region leben, ein guter erster Anlaufpunkt, da wir auch Gäste aus dem Infocafé ansprechen und einladen. Außerdem ist es offen für alle Familien, die sonst das Familienzentrum nicht regelmäßig nutzen.
Durch die Bewegungs- und Bastelangebote konnten sich Menschen austauschen, und wir konnten auch thematisch auf zentrale Themen eingehen.
Auch für die Ehrenamtlichen war es eine Möglichkeit, mit den Familien, die sie unterstützen, einen intensiven Nachmittag zu verbringen und andere Ehrenamtliche kennenzulernen. Das gemeinsame Miteinander förderte Demokratie und die Akzeptanz für Vielfalt.

Projektzeitraum: 05.05.2025 – 30.09.2025

Plakat CSD 2025
Umzug CSD Bad Belzig

Toleranzfest beim 2. CSD Bad Belzig

Zur Vorbereitung des CSD Bad Belzig 2025 bildete sich ein engagierter Kreis von Ehrenamtlichen, der sich alle zwei Wochen traf, um die Veranstaltung gemeinsam zu planen. In diesen Treffen wurden alle organisatorischen Aspekte besprochen, von der Programmgestaltung über die Logistik bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit. Unterstützt wurde der CSD zudem von Fläming für alle, dem ZEGG Bildungszentrum gGmbH, dem DGB Westbrandenburg, der evangelischen Kirchengemeinde und zahlreichen Mitgliedern der Zivilgesellschaft. 

Das Toleranzfest wurde auf dem Marktplatz im Rahmen den zweiten (Cristopher Street Day) CSD in Bad Belzig gefeiert. Übernommen wurden die Kosten für die Bühne und auch Aufwandsentschädigungen für Musikerinnen und Musiker und andere kleinere Kostenpunkte, wie Gema, Versicherung und Wasser, die im Rahmen dieser Veranstaltung anfallen.

Der CSD bestand aus einem Umzug, auch mit den für CSDs bekannten Wagen, welche auf einer Route durch die Stadt zogen, sowie aus dem besagtenm Toleranzfest, welches im Anschluss auf dem Marktplatz in Bad Belzig angemeldet war.

Die Werbung und weitere Dinge, die mit dem Umzug in Verbindung stehen, aber nicht mit den Toleranzfest, wurden vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) finanziert.

Es wurden diverse Musik Acts geplant und durchgeführt sowie Reden und Infostände und andere kleinere Aktionen. Die Veranstaltung fand zwischen 14.00 und 17.00 Uhr statt.

Der Grund, warum ein CSD in Bad Belzig fand, ist der, dass queeres Leben auf dem Land noch immer für viele ein Problem ist und es deswegen auch unsichtbar gehalten wird. Wir wissen, dass es einige queere Menschen in Hohen Fläming gibt, die ihr Leben aber nicht in der Öffentlichkeit zeigen können. Es gab bisher auch keine konkreten Projekte der PfD zum Thema queeres leben, so dass es so dass es an der Zeit war,  ein entsprechendes Projekt durchzuführen. Weiterhin gibt es in anderen Landesteilen des Landes Brandenburgs durchaus auch erfolgreiche CSDs in ländlichen Räumen. Z.B. in Wittenberge, aber auch in Oranienburg, woran sich diese Veranstaltung hier orientiert.

Projektzeitraum: 01.06.2025 – 31.08.2025

Aktionsgesellschaft Artes Mobiles e.V.

Vielfalt sprüht – gemeinsam bunt statt grau

Das Graffiti-Projekt in Reetzerhütten wurde in einem partizipativen Prozess mit alters- und kulturdiversen Beteiligten aus dem Hohen Fläming und Menschen mit Migrationshintergrund aus Schmerwitz umgesetzt.

Die Workshopleitenden schulten in Entwurf, Farbaufbau, Sprüh- und Schablonentechnik sowie in Sicherheits- und Umweltschutzaspekten. Vor den Aktionstagen wurden die Hallenwände gereinigt, grundiert und gerastert und Material organisiert.

Am 5. Juli 2025 startete die Gestaltung mit einem Impuls zur Bedeutung von Teilhabe: vor dem Sprühen haben die Teilnehmenden Entwürfe zum Thema Demokratie und Antirassismus entworfen, diese wurden auf die erste Wandfläche von ca. 100 qm übertragen u. a. Taube/Peace-Zeichen, gebrochene Ketten, Regenbogen, Waage der Gerechtigkeit und Herzen.

Am 13. September 2025 folgte die zweite Wandfläche von ca. 350 qm. Das Ergebnis sind zwei großformatige, dauerhafte Wandbilder, die das Dorfbild prägen. Das Projekt stärkte sichtbar Teilhabe und Zusammenhalt über Alters-, Orts- und Herkunftsgrenzen hinweg, förderte Dialog, baute Vorurteile ab und machte erfahrbar, dass die Stimmen der Teilnehmenden den öffentlichen Raum mitgestalten. Zugleich erwarb die Gruppe künstlerische und handwerkliche Kompetenzen; die witterungsbeständige Ausführung sichert die langfristige Wirkung und bildet eine Grundlage für weitere gemeinsame Vorhaben in der Region.

Projektzeitraum: 25.05.2025 – 31.10.2025

 

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Altstadtsommerhof "Fläming für alle"
Fläming für Alle auf dem Altstadtsommer 2024
Altstadtsommerhof "Fläaming für alle"
Altstadtsommerhof "Fläming für alle"

„Fläming für Alle“ auf dem Altstadtsommer

Am 30. 08. 2025 veranstaltete die Initiative „Fläming für Alle“ ein Event anlässlich des alljährlichen Altstadtsommers in Bad Belzig, und bespielte den Hof „Fläming für Alle“.

Das Programm begann mit einem Kinderprogramm und Brettspielen. Das Kinderprogramm bestand aus der Erstellung von Demonstrationsschildern und einer kleinen Kinderdemo. Die Plakate haben die Kinder mit Unterstützung gestaltet. Dort standen beispielsweise Wünsche und Forderungen drauf, wie „Schoki für alle“ oder „Schützt die Umwelt“. Die Brettspiele sollten die Besucher*innen zum gemeinsamen Schach oder Backgammon Spielen einladen.

Außerdem gab es unterschiedliche Informationsstände, wie den Stand der PfD Hoher Fläming, einen Stand des DGB, einen Stand der Omas gegen Rechts und einen Stand des Ankerpunkts Hoher Fläming, sowie die alte Mühle Gömnigk und Brandenburg zeigt Haltung.

Um 16 Uhr startete dann der erste Polittalk mit Vertreter*innen der Stadtverordneten und Kreistagsabgeordneten. Die Themen bezogen sich auf Bad Belzig und die Umgebung. Ebenso wurde das Thema Demokratieskepsis und Teilhabe der Bürger*innen diskutiert. Da der Bürgermeister Dr. Pulz selbst als Zuschauer teilnahm und auch nochmal Werbung für diesen Programmpunkt machte, war die Resonanz an Teilnehmenden sehr hoch.

Im Anschluss gab es Live-Musik von einem regionalen Künstler Eskinth, bevor der nächste Polittalk startete. Dieser war ursprünglich nur mit Jugendvertreter*innen geplant. Da wir aber nicht von allen eine Zusage bekamen, entschieden wir uns für einen „Mehrgenerationentalk“. Mit dabei war eine Vertreterin der Omas Gegen Rechts, ein Vertreter des DGB, eine Vertreterin der Initative Fläming für Alle und drei Verteter der Jugendorganisationen unterschiedlicher Parteien. Auch dieser Talk wurde sehr gut vom Publikum angenommen und es wurde immer wieder mit dem Publikum interagiert und diskutiert.

Ab 19 Uhr hatten wir dann Live-Musik von Jan Denzler, Marcel Bittner und der Band Lightning Randolph the last band“. Moderiert wurde die Veranstaltung von Marie Golüke vom Ankerpunkt Hoher Fläming und Festival Für Freunde e.V. Die Moderation der Talks übernahmen Florian Görner und Robert Warnke, Ortsbeiratsvorsitzender aus Lübnitz.

Um die 300 Gäste besuchten den Hof, und durch die vielen Kooperationen mit anderen Initiativen und Vereinen konnten wir die Veranstaltung erfolgreich umsetzen und möchten dies im nächsten Jahr wieder organisieren, da wir auf dem Altstadtsommer eine breite Bevölkerung antreffen, die wir mit anderen Veranstaltungen mit gesellschaftlichen Themen oft schwieriger erreichen.

Projektzeitraum: 15.08.2025 – 31.10.2025

Lebendiger Adventskalender Bad Belzig 2025

Zur Umsetzung des Projekts wurden im Advent insgesamt 37 öffentliche Veranstaltungen an unterschiedlichen Orten in Bad Belzig + OT durchgeführt, die von über 20 verschiedenen Akteuren organisiert wurden.

Die Angebote wurden bewusst so gestaltet, dass möglichst unterschiedliche Bevölkerungsgruppen erreicht wurden. Durch die Vielfalt der Formate – von Begegnungsangeboten über kreative Aktionen bis hin zu gemeinschaftlichen Momenten im öffentlichen Raum – entstanden zahlreiche Anlässe für den Austausch zwischen Menschen mit verschiedenen Hintergründen und Lebenssituationen.

Senioren erhielten ebenso Zugang zu wohnortnahen, niedrigschwelligen Angeboten wie Zugezogene, die über das gemeinsame Erleben leichter Anschluss finden konnten, sowie Migrantinnen und Migranten, die in einem offenen und einladenden Rahmen Kontakte knüpften und Teilhabe erleben konnten.

Projektzeitraum: 01.12.2025 – 31.12.2025

Interkulturelles Café 2023
Interkulturelles Café 2023

Girls Treff

Im Jahr 2024  wurde eine feste Gruppe für geflüchtete und nicht-geflüchtete Mädchen* im Teenager-Alter (12-17 Jahre) in den Räumen des AWO-Familienzentrums Trollberg ins Leben gerufen.

Die bestehende Gruppe für geflüchtete und nicht-geflüchtete Mädchen* im Teenageralter (12–17 Jahre) wurde fortgeführt und inhaltlich vertieft. Insgesamt fanden vier Treffen statt – drei vor und eines nach den Sommerferien. Zwei Termine waren mit jeweils zehn Teilnehmerinnen gut besucht, an den beiden anderen nahmen vier bzw. sechs Mädchen teil. Die angestrebte Diversität innerhalb der Gruppe wurde nahezu erreicht: Etwas weniger als die Hälfte der Teilnehmerinnen hatte einen Migrationshintergrund, etwas mehr als die Hälfte nicht.

Das erste sowie teilweise auch das zweite Treffen standen im Zeichen des Wiedersehens und der Stärkung der gemeinsamen Vertrauensbasis. Ab Treffen 2 konnten wir thematisch stärker in die Tiefe gehen. Die Mädchen brachten Fragen und Anliegen rund um das Erwachsenwerden, Freundschaft, Liebe und Zugehörigkeit ein, mit denen wir uns intensiv auseinandersetzten. Ein besonderer Fokus lag darauf, Diskriminierungs- und Rassismuserfahrungen als solche zu benennen, einzuordnen und gemeinsam zu reflektieren. Das vierte Treffen diente dem Wiederanknüpfen nach der Sommerpause sowie der Sammlung von Themen und Interessen für die weiter folgenden Gruppentreffen. Bei zwei der vier Termine kochten wir gemeinsam nach Rezepten, die die Mädchen selbst mitbrachten, was den Austausch sowie Gemeinschaft und Selbstwirksamkeit zusätzlich förderte.

Die Gruppe konnte ihre Funktion als verlässliche Anlaufstelle und geschützter Vertrauensraum erneut stärken. Zu Beginn jedes Treffens bot ein gemeinsamer Einstiegskreis mit Bildkarten den Mädchen die Möglichkeit, auszudrücken, was sie aktuell bewegt. Im Verlauf der Treffen wuchs das Vertrauen spürbar: Viele Teilnehmerinnen teilten zunehmend offen ihre Gedanken, Sorgen und Ängste. Auch neu entstandene Freundschaften wurden durch die regelmäßigen Begegnungen gefestigt und vertieft.

Insgesamt erlebten die Mädchen die Treffen als bereichernd und inspirierend. Sie erfuhren Solidarität, Gemeinschaft und die Sicherheit, sich ehrlich mitteilen zu können. Es entstanden interkulturelle Begegnungen sowie neue Kontakte und Verbindungen, die bei einer weiteren Fortführung der Gruppe zu nachhaltigen Freundschaften heranwachsen können.

Projektzeitraum: 15.05.2025 – 31.10.2025

Plakat Zukunftswerkstatt Hoher Fläming 2023

Fläminger Jugend – vielfältig und vereint!

Im Herbst 2025 hat der Lü7 e.V. Sensibilisierungsworkshops für Jugendeinrichtungen angeboten.

In 2 Sitzungen wurde durch eine externe Referentin ein Einblick in die Diskriminierungskritik gegeben. „Diversität in Spielmaterial – Diskriminierung erkennen und einen Umgang damit finden“ richtete sich an Horte, KITAs, Schulen, Familienzentren und Jugendzentren der Region. In einer groß aufgefächerten Anfrageaktion wurde nahezu jede Jugendeinrichtung der Region kontaktiert, um auf das kostenlose Angebot aufmerksam zu machen. In den Workshops sollten Erzieherinnen und Bezugspersonen von Kindern und Jugendlichen als Multiplikatorinnen in einer diskriminierungssensiblen Pädagogik geschult werden.

Der Fokus lag auf Rassismus, ließ sich jedoch auch auf andere Diskriminierungsformen übertragen. Die Teilnehmenden kamen besonders aus der Region Treuenbrietzen, Bad Belzig und Wiesenburg.

Zu der Teilnahme an den Workshops hatten Vertreterinnen von Einrichtungen die Möglichkeit eine Materialspende zu erhalten. Diese wurde im Dialog mit den Empfängerinnen ausgewählt und enthielt hauptsächlich Bücher, welche positiv-assoziierte, diverse Repräsentationen fokussierten. Die Materialspende soll als direkter Schlüssel zu den Kindern verstanden werden. Diese sollen jederzeit, unabhängig von der Motivation und Wissen ihrer Betreuungspersonen, die Möglichkeit haben, andere Lebensrealitäten in Büchern wiederzufinden. Kinder aus marginalisierten Positionen sollen zudem jederzeit in der Lage sein, Geschichten zu lesen und Bilder zu sehen, in welchen sie vorurteilsfrei, stark und positiv dargestellt sind. Diese Darstellung ist bisher in „alten“ Büchern und Geschichten nicht existent.
Die Workshops haben einen ersten, wichtigen Impuls in die Diversitäts-freundliche Richtung gegeben.

Projektzeitraum: 9.05.2025 – 31.12.2025

OSTWES(T)RÄUME

Ein Raum für Begegnung, Zuhören und Verstehen in Wiesenburg. Im Rahmen des Wiesenburger LiteraturHerbstes 2025 lud das Projekt „OSTWES(T)RÄUME – Begegnen. Zuhören. Verstehen“ am 11.10.2025 zu einem besonderen Dialogtag ein.

Menschen mit ost- und westdeutschen Biografien aus dem Hohen Fläming kamen zusammen, um ihre Erfahrungen aus Wendezeit und Nachwendejahren offen, respektvoll und neugierig aufeinander zu teilen. Die Veranstaltung, von Katharina Göring und Carmen Krettek konzipiert und moderiert, wurde durch die enge Kooperation mit Mal’s Scheune e.V., dem Freundeskreis Alte Schule e.V. und dem Wiesenburger LiteraturHerbst ermöglicht. Über regionale Netzwerke, Social Media, Newsletter und lokale Partner wurde eingeladen.

Das Ziel: möglichst viele unterschiedliche Perspektiven und Generationen zusammenbringen – und das ist gelungen. In einem geschützten Rahmen wurde den Teilnehmenden Zeit gegeben, sich zu erinnern und zuzuhören. Sie reflektierten prägende Erlebnisse mit dem „Osten“ oder „Westen“ und stellten sie in kleinen Gruppen vor. Diese Übung löste spürbare Resonanz aus. „Der offene, warme und gut von den beiden Moderatorinnen gehaltene Raum“, so beschrieb eine Teilnehmerin die Atmosphäre. Andere hoben den intensiven Austausch und die Nähe der Gespräche hervor. Die Mischung aus biografischem Erzählen und moderierten Gesprächsrunden sorgte für ein lebendiges Miteinander. In den Rückmeldungen wurde deutlich, dass gegenseitiges Verständnis und Sensibilität für Unterschiede gewachsen sind und dass die Veranstaltung zur weiteren Beschäftigung mit dem Thema anregte. „Ich fühle die Nachwirkungen des Treffens in mir, ich hab mir z.B. voller Interesse die erwähnte Dokumentation angesehen…“, schrieb eine Teilnehmerin. Auch neue Kontakte und Gesprächsverabredungen entstanden – also erste Schritte hin zu einem fortgesetzten Dialog über Herkunft, Wandel und Zusammenhalt.

Natürlich gab es auch Anregungen: mehr Zeit für einzelne Übungen und ruhigere Phasen am Nachmittag. Diese Rückmeldungen sind wertvoll für die Weiterentwicklung des Formats und zeigen zugleich das Engagement, mit dem sich die Teilnehmenden eingebracht haben. Das Fazit fällt eindeutig aus: OSTWES(T)RÄUME Wiesenburg hat einen Resonanzraum geschaffen, in dem Menschen aus unterschiedlichen Lebenswelten miteinander ins Gespräch über Erinnerungen, Brüche und das, was sie heute verbindet, kamen. Viele beschrieben den Tag als „wertvoll“ und „nachwirkend“. So wurde das Projekt zu einem sichtbaren Beitrag zur Demokratieförderung und Verständigung im Hohen Fläming. Es zeigte, dass Dialog, wenn er offen geführt und gut begleitet wird, Brücken schlägt – zwischen Generationen, Regionen und Erfahrungen.

Projektzeitraum: 03.10.2025 – 11.11.2025

Kennenlernen und Verstehen mit Kultur und Tanz

Das Projekt umfasste zwei Kultur/Begegnungsveranstaltungen mit Menschen aus Ukrainischen und Arabischen Kulturhintergrund.

Es ging darum, untereinander Akzeptanz für andere Lebenseinstellungen und Sichtweisen zu schaffen, indem man zusammen die Veranstaltungen organiseiert und dann auch druchführt. Man sollte sich kennenlernen und verstehen. Die Vielfalt der Kulturen sollte sichtbar werden und dadurch für alle Teilnehmer auch in der Öffentlichkeit präsent werden.

Durch diese Veranstaltungen gab es Impulse nach außen, zu den Menschen die nicht dabei sind, aber aus verschiedensten Gründen nicht teilgenommen haben. Durch das gemeinsame Handeln und Erleben wurde die Selbstwirksamkeit erlebt und dadurch das Selbstbewustsein gestärkt. Durch die vielen verschiedenen Aktiven wurde ein Netzwerk für die Besucher sichtbar, welches sie bisher noch nicht als Unterstützungsmöglichkeit wahrgenommen haben. Besonders wichtig war es , dass die Besucher die verschiedenen Netzwerkpartner kennenlernten, von welchen sie sich Hilfe bei der Jobsuche oder Berufsfindung holen können. Die Hemschwelle zur Inanspruchnamme des vorhanden Hilfesysteme wurde verringert.

Projektzeitraum: 01.11.2025 – 15.12.2025

Plakat Kulturfest Ukraine
Plakat Ostfrauensalon2025

Ostfrauen*Salon

Von Berlin bis Greifswald, von Kassel bis Cottbus – der OstfrauenSalon verbindet ostdeutsch sozialisierte Frauen quer durchs Land.

Es geht um Prägungen, Wendepunkte und Erfahrungen aus DDR- und Nachwendezeit – und um den Blick nach vorn: Was geben wir weiter? Am 2. Dezember 2025 fand erstmals ein Salonabend im Fläming statt – ein weiterer Schritt für das wachsende Netzwerk ostdeutscher Frauen. Die Bekanntmachung erfolgte über Social Media (Instagram, Facebook und LinkedIn), über Flyer und Plakate und über Eventkalender. 14 Frauen kamen an diesem Abend nach Wiesenburg – aus dem Ort selbst, aus der gesamten Region Bad Belzig, aus Treuenbrietzen, Teltow und Leipzig. Der Abend wurde von Antje Aschenbach organisiert und von Isa Grüterin moderiert. Das gemütliche Ambiente der Alten Schule Wiesenburg trug dazu bei, dass der Abend ein voller Erfolg wurde: Bei kleinen Happen (jede brachte etwas mit) und alkoholfreiem Punsch bekam jede Frau 5 Minuten Raum für die Frage: Bin ich eine Ostfrau und wenn ja, warum?

Die Berichte waren vor allem eines: sehr offen. Und sehr, sehr unterschiedlich. Nicht nur eine Frau sagte hinterher: So hab ich das noch nie erzählt. Was das Besondere ist: Es gibt keine Bewertung der anderen, keine urteilenden Nachfragen – damit auch kein Druck, etwas erklären zu müssen oder sich zu rechtfertigen. Erfahrungen und Erlebnisse können einfach ausgesprochen werden. Das ist der Kern des OstfrauenSalons.

Projektzeitraum: 17.11.2025 – 12.12.2025